Bayern-Leihgabe der Hoppers Sutter: «Wer Jonathan Asp Jensen bestrafen will, nimmt ihm den Ball weg»

Syl Battistuzzi

1.12.2025

Sutter: «Asp Jensen weiss, dass er gut ist – aber ohne Arroganz»

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19.11.2025

Selbstbewusst, aber nicht abgehoben: Bayern-Leihgabe Jonathan Asp Jensen begeistert die Fans, seinen Trainer und seinen Sportchef.

Redaktion blue Sport

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Bayern-Leihgabe Jonathan Asp Jensen überzeugt bei GC mit Spielwitz, Leistungsbereitschaft und Effektivität und steht sinnbildlich für die besten Momente des Teams in dieser Saison.
  • Trainer Scheiblehner und Sportchef Sutter loben Asp Jensens Einstellung und Entwicklung – trotz seiner aktuellen Adduktorenverletzung bleibt er ein zentraler Leistungsträger.
  • GC profitiert nicht nur sportlich, sondern auch finanziell von Leihgeschäften wie mit Asp Jensen, da der Club bei Weiterverkäufen mitverdient.

Er weiss ganz genau, wovon er spricht. In den 90ern trug Alain Sutter selber den Dress des FC Bayern. Arbeitete unter den Fussball-Granden Franz Beckenbauer, Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge. Das Mantra des Vereins? Mia san mia: Wir sind, wer wir sind. Selbstbewusst, erfolgreich, volksnah.

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Bringt Jonathan Asp Jensen als 19-jähriger Leih-Spieler aus dem Bayern-Stall ebendieses «Mia san mia» auf den GC-Campus? Durchaus, wie GC-Sportchef Sutter findet: «Er weiss, was er kann. Er weiss, dass er gut ist. Aber ohne Arroganz. Und das ist ein schmaler Grat.» Asp Jensen liebe das Spiel. «Wer ihn bestrafen will, nimmt ihm den Ball weg», sagt Sutter und lacht.

Fünf Tore hat er geschossen, vier vorbereitet. Besonderes in Erinnerung: das Tor zum 1:0 gegen den FCZ. Da trieb er den Ball über den halben Platz und schloss mit einem Schlenzer ab. Ein ähnliches Tor schoss er beim 3:3 gegen YB.

Asp Jensen steht wie wenige andere für die besten GC-Momente in dieser Saison. Trainer Gerald Scheiblehner sagt: «Er ist ein Unterschiedsspieler. Wir wussten von Anfang an, dass er ein sehr guter Spieler ist. Aber er hat auch unseren Spielstil schnell angenommen.» Die hohe Intensität, das Spiel gegen den Ball – auch da habe sich das Talent aus Dänemark bewährt. Scheiblehner sagt: «Johnny ist auf einem sehr guten Weg, weil er sich trotz seines Leistungsvermögens nicht ausruht.»

GC ist an Leihspielern beteiligt

Asp Jensen und GC: Das passte laut Sportchef Sutter von Anfang an. Schon als der Däne auf dem GC-Campus war und sich das Gelände ansah, war er angetan. «Wir mussten Johnny nicht überzeugen, zu GC zu kommen. Er wollte hierhin.» Und das ist für Sutter die beste Voraussetzung, um sich weiterzuentwickeln.

Ebendas ist auch im Sinne seines Besitzerclubs, des FC Bayern. Doch was hat GC perspektivisch von den Leihspielern wie Asp Jensen? Sutter sagt: «Wir sind an allen finanziell beteiligt. Und das macht es für uns auch unheimlich reizvoll, Spieler von Bayern auszuleihen.» Weiterentwickeln, sportlich zumindest kurzfristig profitieren und dann finanziell partizipieren, etwa bei einem Weiterverkauf – ein Teil des Geschäftsmodells der Hoppers. «Schon bei (Nestroy) Irankunda war das so», sagt Sutter.

Irankunda, pfeilschneller Offensivspieler, war letzte Saison von den Bayern geliehen. Nun spielt er bei Watford in der englischen Championship. GC war am Verkauf der Bayern prozentual beteiligt.

Sutter erklärt: «Deshalb ist es für GC so attraktiv, Spieler von Bayern bei uns zu haben»

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19.11.2025

«Bei GC muss man performen»

Und was sagt der Trainer? Ihn stört es nicht, dass er mit den Leihspielern nicht langfristig planen kann. Scheiblehner sagt: «Ich mache keinen Unterschied zwischen Leihspielern und anderen. Ich wusste zu Beginn auch gar nicht, wer welche Vertragssituation hat.» Jeder solle arbeiten und den nächsten Schritt machen. «Und wenn ein Leihspieler meint, er könne weniger machen, wird er ohnehin scheitern. Wir sind bei GC – und da muss man performen.»

Auch eine Folge des harten Trainings, das Gerald Scheiblehner nachgesagt wird? Der Trainer sagt: «Wenn man so spielen will wie wir, muss man auch intensiv trainieren. Es braucht Zeit, bis sich die Spieler daran gewöhnen.»

Bei Asp Jensen scheint das noch ein wenig zu dauern. Eine Adduktorenverletzung zwingt ihn zur Pause. Und nicht spielen zu können, ist nicht nur das Schlimmste für ihn selbst. Es ist auch schlecht für GC.



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