Meistertrainer Lustrinelli in Bundesliga? Thun-Legende Latour: «Wenn du die Chance hast, dann gehst du»

Björn Lindroos

19.5.2026

Latour und Heule über Lustrinellis möglichen Bundesliga-Wechsel

Latour und Heule über Lustrinellis möglichen Bundesliga-Wechsel

19.05.2026

Mauro Lustrinelli steht wohl kurz vor einem Wechsel in die Bundesliga. Im Fussball-Talk «Heimspiel» von blue Sport sind sich Hanspeter Latour und Meisterspieler Michael Heule einig: Lustrinelli ist bereit für diesen Schritt.

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Björn Lindroos, Michael Wegmann

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Mauro Lustrinelli ist nach Thuns Meistertitel im Ausland heiss begehrt.
  • Hanspeter Latour rät dem Meistercoach zu einem Wechsel in die Bundesliga.
  • Aussenverteidiger Michael Heule würde seinem Trainer den nächsten Schritt zutrauen. Noch habe sich Lustrinelli aber nicht verabschiedet. 

Heimspiel als Podcast

Er ist der Autor des Thuner Meister-Märchens. Trainer Mauro Lustrinelli führte den FC Thun erst in die Super League und ein Jahr später direkt zum Sensationstitel.

Doch kaum ist die Saison beendet, ranken sich schon die Gerüchte um die Zukunft des Meistertrainers. Denn der 50-Jährige ist heiss begehrt. So soll er bei Union Berlin der Wunschkandidat für die kommende Saison sein. Und auch Eintracht Frankfurt, Köln und Klubs aus Italien sollen grosses Interesse an Lustrinelli bekunden.

Im Fussball-Talk «Heimspiel» von blue Sport wird die Personalie Lustrinelli heiss diskutiert. Und man ist sich einig: Der Schweizer ist bereit für den nächsten Schritt. «Wenn du als Schweizer Trainer die Chance hast, ins Ausland zu gehen, dann gehst du», sagt Thun-Legende Hanspeter Latour.

Auch Latour war in Deutschland

Und der 78-Jährige weiss, wovon er spricht. 2006 trainierte er den 1. FC Köln. «Ich hatte damals keinen Berater, aber der Fall war für mich klar», erinnert er sich. «Mauro ist vielleicht ein bisschen bedachter als ich. Aber es darf ihm sicher keiner übel nehmen, wenn er jetzt geht.»

Auch Michael Wegmann, Leiter blue News Sport, stimmt zu: «Er soll bereits im Dezember und im Februar Angebote aus der Bundesliga gehabt. Er wollte bleiben, weil seine Arbeit in Thun noch nicht beendet gewesen ist. Jetzt hat er seine Mission erfüllt. Er ist aufgestiegen und Meister geworden. Nun ist für mich klar, dass er Thun verlassen wird.»

Heule: «Würde es ihm zutrauen»

Verabschiedet habe sich Lustrinelli zumindest noch nicht, stellt Thuns Aussenverteidiger Michael Heule klar. «Ich weiss nicht, was Stand der Dinge ist. Aber zutrauen würde ich es ihm auf jeden Fall», so der 25-Jährige.

Für Mauro Lustrinelli wäre es die erste Trainerstation im Ausland. Seit er 2011 seine Spielerkarriere beendete, trainierte er auf Klub-Ebene nur Thun. Erst als Co-Trainer, dann Chefcoach im Nachwuchs und schliesslich übernahm er die erste Mannschaft. Dazwischen stand er von 2018 bis 2022 als Trainer der U21-Nati an der Seitenlinie. 

Jetzt könnte also bald der Wechsel in die Bundesliga folgen. Unabhängig davon: In Thun ist Lustrinelli jetzt schon eine lebende Legende.

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