Schweizer Anwalt und chinesische Geldgeber Der GC-Verkauf an neue Investoren soll kurz bevorstehen

ai-scrape

3.6.2026 - 20:43

GC-Fans zeigten im April klar, was sie von den Eigentümern halten.
GC-Fans zeigten im April klar, was sie von den Eigentümern halten.
KEYSTONE

Die US-Eigentümer des Grasshopper Club Zürich haben offenbar einen Käufer gefunden. Nach monatelanger Suche sollen die Verhandlungen mit der Bridge Football Group kurz vor dem Abschluss stehen.

Sandro Zappella

Beim Grasshopper Club Zürich kommt Bewegung in die seit Monaten festgefahrene Eigentümerfrage. Wie der «Blick» berichtet, könnte der Verkauf des Traditionsvereins bereits in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Letzte Details seien noch zu klären. Als Käufer gilt die Bridge Football Group.

Fan-Proteste erzwingen Kurswechsel

Im April erreichte das Verhältnis zwischen den Fans und den Besitzern aus den USA einen Tiefpunkt. Mit einem Banner «Fuck Off LAFC» machten die Anhänger im Letzigrund ihrem Ärger Luft. Kurz darauf erklärten die Eigentümer aus Kalifornien öffentlich ihre Bereitschaft, über einen Teil- oder Vollverkauf zu verhandeln, sofern die langfristige Zukunft des Klubs gesichert sei.

Zunächst suchte LAFC nach einer Schweizer Lösung. Ein lokaler Investor sollte sich am Verein beteiligen. Die Gespräche verliefen jedoch ergebnislos, weil potenzielle Interessenten die finanziellen Anforderungen nicht erfüllen konnten.

Ernüchternde Bilanz der LAFC-Ära

Die Bilanz der LAFC-Ära fällt ernüchternd aus. Seit der Übernahme musste GC drei Mal in die Barrage. Gleichzeitig schreibt der Klub laut Bericht jährlich Verluste von rund 15 Millionen Franken, die von den amerikanischen Eigentümern gedeckt werden mussten.

Bereits bei den Barrage-Spielen gegen Aarau sollen Vertreter der Bridge Football Group vor Ort gewesen sein. Die Investorengruppe wird von einem Schweizer Anwalt geführt und von chinesischen Geldgebern finanziert.Die Bridge Football Group hält bereits Mehrheitsbeteiligungen an mehreren Traditionsvereinen: dem niederländischen Zweitligisten FC Den Bosch, dem italienischen Drittligisten Pro Vercelli sowie dem chinesischen Zweitligisten Shaanxi Union FC.

Das bisherige Modell der Gruppe setzt auf lokal verankerte Führungskräfte, die Förderung einheimischer Spieler und die Entwicklung eigener Talente. Im Vordergrund stehen eine nachhaltige Stabilisierung der Finanzen und eine langfristige sportliche Entwicklung – ein Ansatz, der offenbar auch bei GC verfolgt werden soll.

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