Schiedsrichter Johannes von Mandach stellt Winterthurs Tobias Schättin nach VAR-Intervention noch vor dem Pausenpfiff vom Platz. Nach der Partie bedauert er den Ausschluss – und entschuldigt sich öffentlich für den Entscheid.
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- Eine zu Unrecht gezückte Rote Karte gegen Tobias Schättin liess die Emotionen im Lager von Winterthur hochkochen.
- Trainer Uli Forte, der in der Nachspielzeit ebenfalls die Rote Karte sah, wählte im Interview mit blue Sport harte Worte. Für ihn war der Platzverweis von Schiedsrichter Johannes von Mandach eine «Retourkutsche», nachdem er zuletzt die Unparteiischen öffentlich kritisiert hatte.
- Von Mandach entschuldigte sich nach dem Spiel für die falsche Beurteilung der Szene.
Schiedsrichter Johannes von Mandach zeigt Grösse und nimmt im Interview mit blue Sport Stellung zu seinem äusserst umstrittenen Entscheid, Winterthurs Tobias Schättin mit einer Roten Karte zu sanktionieren.
Wenn der Ball gespielt werde und es nachher zu einem relativ intensiven Kontakt komme, seien Szenen für die Schiris schwierig zu beurteilen. Zumal sich der Spieler ja auch verletzt habe. Er habe auf dem Platz das Gefühl gehabt, es sei ein fairer Kontakt gewesen, erläutert der 30-Jährige.
«Als ich vom VAR gebeten wurde, die Szene noch einmal anzuschauen, bin ich dann mit den Standbildern zum Schluss gekommen, dass der Kontakt unfair ist, also dass der Spieler zu viel Risiko nimmt.»
Auch dass Luzerns Bung Meng Freimann nach der Szene verletzt ausgewechselte werden musste, habe seine Entscheidung beeinflusst, erklärt von Mandach.
Schiedsrichter von Mandach entschuldigt sich
«Wenn ich die Szenen nun nach dem Spiel ruhig und ohne Druck ansehe, dann muss ich sagen, wir haben uns getäuscht. Es ist ein Fehler. Man kann dem Spieler eigentlich nichts vorwerfen in dieser Szene», resümiert von Mandach und ergänzt: «Das tut mir leid. Das entspricht überhaupt nicht unserem Anspruch. Das müssen wir alle zusammen nochmals anschauen, dass das nicht noch einmal passiert.»
«Ich war zu stark fokussiert auf das Standbild und dass der Spieler verletzt hinausmusste. Ich habe mich durch das leiten lassen. Ich hätte die Szene im Live-Speed anschauen sollen», bedauert er. Es sei ihm heute mit dem Entscheid nicht gelungen, eine gute Leistung auf den Platz zu bringen. «Das wird mich und das ganze Schiedsrichterteam die nächsten Tage noch intensiv beschäftigen», betont von Mandach.