«Wir waren scheisse!» Die beeindruckende Wutrede von Winti-Goalie Kapino im Transkript

Tobias Benz

22.11.2025

Winti-Goalie Kapino mit Wutrede nach YB-Pleite: «Wir waren scheisse!»

Winti-Goalie Kapino mit Wutrede nach YB-Pleite: «Wir waren scheisse!»

Winterthur verliert bei den Berner Young Boys mit 0:5. Nach der Partie findet Winti-Goalie Stefanos Kapino im Interview bei blue Sport klare Worte.

22.11.2025

Winterthur verliert bei den Berner Young Boys mit 0:5. Nach der Partie findet Winti-Goalie Stefanos Kapino im Interview bei blue Sport klare Worte. Hier gibt's die vollständige Übersetzung.

Tobias Benz

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Winterthur geht bei YB unter und verliert klar und deutlich mit 0:5.
  • Gäste-Goalie Stefanos Kapino spricht nach der Partie im Interview bei blue Sport Klartext: «Wir waren scheisse!»
  • Die komplette Wutrede des 31-jährigen Griechen gibt's im Video und als Übersetzung.

So hat sich Patrick Rahmen die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte sicher nicht vorgestellt: Winterthur kassiert bei YB eine 0:5-Pleite und bleibt auch nach 14 Runden abgeschlagen am Tabellenende der Super League. Nach dem Spiel findet Winti-Goalie Stefanos Kapino bei blue Sport deutliche Worte. Die Wutrede des 31-Jährigen im Transkript.

Stefanos Kapino: Es geht nicht nur um die vier Gegentore. Sie hätten fünf-, sechsmal so viele Tore schiessen können. Für mich ist das ein peinliches Spiel. Es ist ein peinliches Spiel. Ich denke, wir müssen verstehen, dass das Profifussball ist. Wir haben jetzt November. Wir haben in allen Spielen – ich weiss nicht wie viele – Gegentore kassiert. Und es geht nicht nur um die Gegentore, sondern auch darum, wie viele Chancen die anderen Mannschaften in jedem Spiel bekommen. Und wir müssen vor allem anfangen, den Verein zu respektieren, denn mit diesen Leistungen respektieren wir weder den Verein noch uns selbst. Und ja, die Fans sind heute hierhergekommen und haben drei Stunden lang in der Kälte ausgeharrt, um uns zu unterstützen. Und was haben wir getan? Wir waren scheisse, sorry. Wir waren wieder scheisse. Das ist inakzeptabel. Ich hatte das noch nie in meinem Leben. Wir müssen uns alle selbst im Spiegel anschauen. Winterthur gehört nicht immer auf den letzten Platz. Mit diesen Fans, dieser Stadt ist das inakzeptabel, einfach inakzeptabel.

Mit Paddy (Patrick Rahmen), mit dem, was er uns während der Woche gezeigt hat, wissen wir alles. Wir sind so gut vorbereitet. Es liegt an unserer Mentalität. Wir wissen genau, was sie tun werden. Sicher, YB ist eine sehr gute Mannschaft. Man kann leiden, man kann verlieren, aber man darf nicht diese Einstellung haben. Und in den letzten fünf Spielen hatte ich dieses Gefühl nicht, besonders zu Hause hatte ich es nicht. Aber wir zeigen heute wieder die gleiche Einstellung wie in Thun. Wir kommen nur an die Auswärtsspiele, damit wir da sind. Dann ist es besser, wir bleiben in Winti, dann verlieren wir 3:0 Forfait, wenn wir gar nicht erst hierher kommen, und dann ist es vorbei. Aber das ist kein professioneller Fussball. Wir sind professionelle Fussballspieler. Wirklich, wir müssen uns selbst im Spiegel anschauen und mehr tun.

Wie ich schon sagte, jeder muss sich selbst betrachten. Wir sprechen die ganze Zeit miteinander. Wir werden wieder miteinander sprechen. Ich bin einer der Kapitäne, einer der Anführer. Wir versuchen, mit unserer Erfahrung zu helfen. Aber letztendlich müssen wir aufwachen. Es geht um die Zukunft von uns allen und um die Zukunft des Klubs. Als Erstes – ich schwöre – müssen wir diesen Klub respektieren. Und mit solchen Darbietungen respektieren wir den Klub nicht.

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