Da Silva durch Pelzer ausgetauscht Zubi: «Lugano hat verpasst, das Puzzle-Teil richtig zu ersetzen»

Syl Battistuzzi

17.3.2025

Lugano-Sportchef Pelzer: ««Die Stimmung ist trotz allem gut»

Lugano-Sportchef Pelzer: ««Die Stimmung ist trotz allem gut»

16.03.2025

Seit Lugano Sportchef Carlos da Silva in die Wüste geschickt hat, war bei den Tessinern sportlich lange der Wurm drin. Sein Quasi-Nachfolger Sebastian Pelzer sieht keinen Zusammenhang – ganz im Gegensatz zu blue Sport Experte Pascal ‹Zubi› Zuberbühler.

Syl Battistuzzi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die kürzlich so überraschende wie undurchsichtige Trennung von Lugano-Sportchef Carlos da Silva sorgt auch im Studio bei blue Sport für Gesprächsstoff. 
  • Mit Sebastian Pelzer hat neu sportlich ein Mann das Sagen, der bei seiner letzten Station (Chicago Fire) keine Erfolge feiern konnte. Der Deutsche sieht keinen Zusammenhang mit der jüngsten Niederlagen-Serie, wie er im Interview betont.
  • Die blue Sport Experten Zubi und Dani Gygax sind hingegen überzeugt, dass man mit der Entlassung von Da Silva Unruhe ins Team gebracht hat.

Mitte Februar trennte sich der FC Lugano per sofort von seinem Sportchef Carlos Da Silva. Im Zuge der Planung für die kommende Saison sei die Absetzung des 41-Jährigen beschlossen worden, hiess es in der Medienmitteilung der Tessiner.

Da Silva war seit 2021 im Klub für die sportlichen Belange zuständig. Zuerst hatte er diese Funktion für den gesamten FC Lugano inne und ab 2025 ausschliesslich für die erste Mannschaft. Was zur abrupten Trennung geführt hat, blieb unklar.

Klar war dafür die sportliche Talfahrt. Zum Zeitpunkt der Entlassung des früheren Lugano-Spielers, der gut mit Trainer Mattia Croci-Torti harmonierte, sind die Bianconeri noch Tabellenführer. Seither gab es nur noch Niederlagen – drei in der Liga, dazu zwei in der Conference League gegen einen inferioren Gegner sowie das blamable Cup-Aus gegen Promotion-Ligist Biel.

Pelzer: Da-Silva-Entlassung keinen Einfluss auf Spieler

Kein Wunder, sehen viele den Ursprung der Niederlagenserie bei der Personalie Da Silva. Der neue starke Mann im sportlichen Bereich in Lugano ist Sebastian Pelzer, der auf Empfehlung von Verwaltungsrat Georg Heitz vom Partnerklub Chicago Fire kam und seit Jahreswechsel die Stelle des Chief Sports Officer innehat.

Der Deutsche selbst sieht keinen Zusammenhang, wie er vor dem Spiel gegen Winterthur am Sonntag gegenüber blue Sport festhält. «Grundsätzlich kann man das aus der Mediensicht vielleicht so sehen, aber bei uns im Verein ist das kein Thema», meint Pelzer und führt aus: «Wenn Personen im Verein ausgetauscht werden oder nicht mehr dabei sind, dann entscheidet das als Spieler nicht über einen Pass, den du gut spielst oder eine Torchance, die du versiebst.»

Deshalb gebe es keine Kausalität zwischen dem Moment der Kommunikation und den jüngsten Resultaten. «Die Stimmung ist trotz allem gut. Die Mannschaft, auch das interne Zusammenspiel zwischen Trainer, Staff und Team – das passt.» Die schlechten Ergebnisse seien die Folge von «individuellen Fehlern», die man schleunigst abstellen müsse, resümiert der 44-Jährige.

Zubi: «Das ist nicht genug diskutiert worden»

«Ich bin nicht einverstanden, was er gesagt hat, vor allem wenn er sagt, es sei genug diskutiert worden. Die Medienmitteilung war ganz knapp. Er weicht immer dieser Frage aus. Irgendetwas liegt hier im Raum», findet blue Sport Experte Pascal Zuberbühler. 

Zubi über Unruhe in Lugano: «Irgendetwas liegt hier im Raum»

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Der geschasste Carlos da Silva sei ein «absoluter People-Guy» gewesen, so Zubi. Er habe den Spielern ein gutes Gefühl gegeben und sei mit dem Trainer sehr gut ausgekommen, erläutert er.

«Auf einmal – Bumm, weg. In der Medienmitteilung, danke vielmals Carlos da Silva – ich finde eben, das ist nicht genug diskutiert worden», echauffiert sich der frühere Nati-Goalie.

«Lugano ist irgendwie wie ausgewechselt», pflichtet ihm im Studio Dani Gygax bei. Zubis Fazit: «Ich habe Lugano immer in höchsten Tönen gelobt, aber da haben sie irgendwie verpasst, das Puzzle-Teil wieder richtig zu ersetzen.»


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