13.06.2017 - 07:45, sda/jar

Federer: «Ich bin zum Trainingsweltmeister geworden»

 

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Nach gut zwei Monaten Wettkampfpause greift Roger Federer am Mittwoch beim ATP-Turnier in Stuttgart wieder ins Geschehen ein. Für ihn beginne die Saison erst jetzt so richtig, sagte der Australian-Open-Sieger.



«Ich bin froh, dass ich endlich wieder Turniere spielen darf. In den letzten Wochen und Monaten bin ich fast zum Trainings-Weltmeister geworden», sagte der 18-fache Grand-Slam-Sieger beim Turnierauftakt in Stuttgart mit einem Schmunzeln. Nachdem Federer 2016 die zweite Saisonhälfte aus gesundheitlichen Gründen verpasst hatte, legte er in diesem Jahr nach seinem fulminanten Saisonstart mit den Triumphen in Melbourne, Indian Wells und Miami zwecks Schonung eine zweimonatige Wettkampfpause ein.

Federer ist bereit für die Rasensaison, in der er einiges vor hat. «Wimbledon ist nach wie vor mein grosses Ziel», so der Baselbieter, der ab dem 3. Juli im Südwesten Londons seinen achten Titel anstrebt. Die Voraussetzungen sind gut. Als Folge des Verzichts auf das French Open konnte Federer im Vorfeld einer Rasensaison so viel trainieren wie noch nie.

Nun sind die Batterien wieder aufgeladen. «Ich fühle mich frisch und bin guten Mutes», so Federer, der sich in der schwäbischen Metropole – passend zu seinen Aussagen – mit neuer Kurzhaarfrisur präsentiert. Diese sei entstanden, weil er mal wieder Lust auf etwas Kürzeres hatte. «Mirka hat es gerne, wenn es etwas kürzer ist. Mir ist es ja eigentlich lieber, wenn meine Haare länger sind, aber für den Sommer ist es doch auch mal gut», zitiert ihn «Blick». So kurz wie jetzt habe er die Haare seit 20 Jahren nicht mehr getragen.

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Federer mit neuer Frisur in Stuttgart

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  • Tennis MercedesCup Stuttgart 2017
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«Ich muss wissen, dass ich bereit bin, wenn es hart auf hart kommt wie am Australian Open im fünften Satz.»

Roger Federer

Nach seinem Triumph Anfang April in Miami hatte sich Federer nur fünf Tage Ferien gegönnt, ehe er in Zürich gegen Andy Murray das «Match for Africa 3» bestritt. Nach Trainingsblöcken in Dubai und einer weiteren Exhibition in Seattle zugunsten seiner Stiftung bereitete er sich die letzten Wochen in der Schweiz auf die zweite Saisonhälfte vor.

Kampf gegen Ablenkungsmöglichkeiten in der Schweiz

Gegenüber früher trainiert Federer mit bald 36 nicht mehr so umfangreich – und maximal noch drei Tage am Stück. «Ich muss mich nicht kaputt machen im Training», so der Baselbieter. «Aber ich muss wissen, dass ich bereit bin, wenn es hart auf hart kommt wie am Australian Open im fünften Satz.» Gerade nach seinen körperlichen Problemen im letzten Jahr ist die richtige Balance zwischen Training, Pause und Matches der Schlüssel zu weiteren sportlichen Höhenflügen.

Von seiner Professionalität hat Federer nichts eingebüsst, auch wenn während einer langen Trainingsphase die Versuchung gross ist, zwischenzeitlich etwas locker zu lassen. «Gerade zuhause in der Schweiz gibt es viele Ablenkungsmöglichkeiten», so der vierfache Familienvater. «Ich muss extrem diszipliniert sein, damit ich den Zeitplan fürs Training, die Massage oder das Stretching einhalte.» Im Zweifelsfall hat er in den letzten Wochen aber auch einmal auf eine Einheit verzichtet. «Wichtig ist, dass ich frisch bin und Lust habe zu spielen.»

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