14.06.2017 - 15:00, mar

Wimbledon braucht einen Federer-Nadal-Final

 

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Roger Federer und Rafael Nadal sind ohne Zweifel die Überflieger der Saison. Aber bleibt das auch auf Rasen so? Die Zahl der Zweifler wächst. Zu unrecht. Federer und Nadal werden auch in Wimbledon durchmarschieren und das ist gut so.



Wir haben uns am letzten Sonntag auf einen Mammut-Final eingestellt. Stan Wawrinka sollte das Wunder von 2015 in Paris wiederholen. Wenn er wieder so spielen würde wie damals gegen Novak Djokovic, würde auch Rafael Nadal ins Schwitzen kommen. Doch das passierte nicht. Der Spanier machte Wawrinka genauso platt wie alle anderen Gegner zuvor. Gut möglich, dass an diesem Tag einfach kein Spieler irgendeine Chance gegen den Sandkönig gehabt hätte.

Damit bleibt 2017 das grosse Comeback-Jahr von Roger Federer und Rafael Nadal. Rom ist das einzige grosse Turnier, das nicht einer der beiden gewonnen hat. Geht man von diesen Resultaten aus, wäre ein erneuter Final zwischen den Dauerrivalen in Wimbledon fast Pflicht. Es sei denn, die Auslosung will es, dass Federer und Nadal bereits vorher aufeinander träfen. Da Wimbledon sich nicht an die aktuelle Weltrangliste hält, sondern eine eigene Setzliste kreiert, ist in dieser Hinsicht aber eh noch viel offen.

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Wie steht es um die Form und Fitness?

Einige Experten sind sich jedoch einig, dass es ohnehin nicht so weit kommen wird. Nadal gehe nach dieser intensiven Sandsaison auf dem Zahnfleisch. Da helfe es wenig, wenn er nun auf das Vorbereitungsturnier in Queens verzichtet. Denn seine besten Resultate in Wimbledon feierte Nadal immer dann, wenn er zuvor auch in Queens antrat. Die fehlende Matchpraxis werde ihm also spätestens beim ersten richtigen Ernstkampf zum Verhängnis werden, wenn er nicht schon vorher aufgrund des müden Körpers rauskegelt.

Roger Federer auf der anderen Seite muss erneut beweisen, dass er nach einer längeren Auszeit, schnell wieder in Form findet. Seit seinem Triumph in Miami hat der 18-fache Grand-Slam-Champion keine Spiele mehr bestritten und liess gleich die ganze Sandsaison sausen. Schwierig. Zumal in Wimbledon unangenehme Hardhitter und berüchtigte Aufschläger wie Nick Kyrgios oder Milos Raonic schnell das Aus bedeuten können.

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  • DEUTSCHLAND TENNIS ATP MERCEDESCUP
  • Tennis MercedesCup Stuttgart 2017
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Nur noch einmal ...

Auf keiner anderen Unterlage passieren wahrscheinlich so viele Überraschungen wie auf dem heiligen Grün. Ein dummer Ausrutscher, ein paar Nervenspielchen und schon können auch die Top-Shots zwei Tiebreaks verlieren und mit dem Rücken zur Wand stehen. Federer und Nadal allerdings befinden sich mental in einer derart guten Verfassung, dass sie sich auch aus solchen Situationen befreien könnten. Natürlich muss man auch Murray, Wawrinka oder Djokovic immer auf der Rechnung haben, momentan bekommen aber wahrscheinlich auch diese etwas weiche Knie, wenn Federer oder Nadal auf der anderen Seite des Netzes stehen würden.

Warum also nicht ein Final wie 2008. Eine Neuauflage eines der besten Sportevents aller Zeiten. Noch einmal. Wir sind dabei. Solange wir dieses Duell noch geniessen können.

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