11.09.2017 - 07:15, sda/jar

Nadal jagt Federers Grand-Slam-Rekord: «Wir werden sehen, wie es enden wird»

Anzeige
In Sekunden überspringen
noch Sekunden
Überspringen
 

0 Bewertungen


Rafa Nadal gewinnt die US Open und 3,7 Millionen Dollar Preisgeld. Von einem Rücktritt nach dem Highlight hält auch er aber nichts. Im Gegenteil. Nach dem Gewinn seines 16. Grand-Slam-Titels nimmt der 31-Jährige Federers Rekord ins Visier.



Roger Federer und Rafael Nadal teilten in diesem Jahr die Grand-Slam-Titel unter sich auf. Federer triumphierte am Australian Open (gegen Nadal) und in Wimbledon; Nadal holte sich die Trophäen in Roland-Garros und Flushing Meadows (hier geht's zum Matchbericht des Finals). 

Nach Grand-Slam-Titeln steht es zwischen den beiden besten Tennisspielern aller Zeiten 19:16 für Federer. Aber Nadal ist fünf Jahre jünger als der Basler. Und nach dem US-Open-Triumph hält er fest: «Ich würde gerne noch ein paar Jahre weiterspielen.»

Und wie denkt der Spanier über den Rekord? «Ich habe nie wirklich viel an das gedacht. Ich gehe meinen Weg, Roger geht seinen. Wir werden sehen, wie es enden wird», sagt er. «Klar, wenn ich nächstes Jahr wieder zwei Grand Slams gewinnen kann und er nicht, werde ich näher kommen.»

Für ihn sei es sehr wichtig, auf Hartplatz gewinnen zu können, sagt Nadal. «Das gibt mir enorme Energie. Wenn ich gesund bin, ist alles möglich. Jetzt bin ich 31 und habe noch immer die Leidenschaft und die Liebe für das Spiel.» Solange er noch das Kribbeln im Bauch habe, wenn er den Court betrete, wolle er weitermachen. Federer kann er für sein tolles Jahr nur gratulieren: «Gut gemacht Roger. Auch er hatte eine fantasische Saison».

Grosser Dank an Onkel Toni

In New York krönte Nadal seine bisherige Traumsaison: «Es war ein unglaublich spezielles Jahr für mich», so der Weltranglistenerste. «Nach den letzten zwei Jahren mit so vielen Problemen durfte ich das nicht erwarten. Aber das Jahr begann schon in Australien ausgezeichnet. Es folgte die grandiose Sandplatz-Saison. Und dass ich im Sommer wieder die Nummer 1 werden und die US Open gewinnen konnte, toppt alles nochmals.»

Vor einem Jahr brach Nadal wie Federer die Saison vorzeitig ab. Wenige trauten ihm ein derartiges Comeback zu. Als Wunder bezeichnet Nadal seine Auferstehung aber nicht. «Tennis ist nur ein Spiel, und ausserdem noch ein einfaches. Wenn dir Selbstvertrauen fehlt, dann kannst du die Bälle nicht so platzieren, wie du es gerne tun würdest und die Gegner können dich angreifen», sagt er. Und weiter: «Meine Strategie ist immer die gleiche. Ich will gut spielen. Das ist alles, und dahinter steckt kein grosses Geheimnis. Wenn ich gut spiele, fühle ich mich gut. Wenn ich mich gut fühle, kann ich mehr riskieren. Und ich kann an den kleinen Details arbeiten, die den grossen Unterschied ausmachen.»

Die besten Bilder der US Open

  • AFP_SB24B
  • AFP_SB24P
  • US Open Tennis
  • USA TENNIS US OPEN GRAND SLAM 2017

Seit den ersten Versuchen mit dem Racket half ihm dabei Onkel Toni Nadal. Der tritt Ende Jahr als Coach zurück. Zum Abschied schenkte «Rafa» seinem grossen Förderer einen weiteren Major-Titel. «Ich verdanke Onkel Toni alles. Er wird weniger an Turnieren vor Ort sein. Aber er wird mir sicher weiter mit Tipps zur Seite stehen.»

Anderson: «Will wieder in die Top 10»

Finalverlierer Kevin Anderson hofft, an Grand-Slam-Turnieren noch eine zweite Chance zu erhalten: «Natürlich erhoffte ich mir von diesem Final viel mehr. Aber ich scheiterte an einem aussergewöhnlichen Gegner. Diese zwei Wochen verliefen für mich trotz der Finalniederlage wunderschön», so der Südafrikaner. «Ich hatte immer davon geträumt, so einen Final zu erreichen. Nicht viele erreichen dieses Ziel. Und sollte es mir gelingen, nochmals einen Grand-Slam-Final zu erreichen, wird mir die Erfahrung des US Opens enorm helfen. Mein Ziel ist es, wieder unter die Top 10 zurückzukehren.»

Tags:

Weitere Artikel

Anzeige
Bitte aktivieren Sie Javascript für die beste Browserfunktionalität