07.01.2018 - 09:20, sda

Federer witzelt: «Ich arbeite quasi halbtags»

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Roger Federer und Belinda Bencic tankten etwas mehr als eine Woche vor Beginn des Australian Open Selbstvertrauen. Sie gewannen als drittes Schweizer Duo den Hopman Cup in Perth.



Im Final bezwang das Schweizer Duo die Deutschen Alexander Zverev und Angelique Kerber mit 2:1 Siegen. Den entscheidenden zweiten Punkt holten «Benderer» durch das 4:3 (5:3), 4:2 im abschliessenden Mixed, das im Format «Fast 4» (maximal sieben Games, bei 3:3 Tiebreak auf maximal 9 Punkte) ausgetragen wurde. Davor hatte für Bencic beim 4:6, 1:6 gegen Kerber die einzige Niederlage in total zwölf Schweizer Partien in Perth resultiert.

«Jeder Sieg ist emotional», sagte die 20-jährige Ostschweizerin. «Aber mit Roger zu gewinnen, macht es noch spezieller.» Federer stellte fest, dass sie bereits letztes Jahr, als sie den Final knapp verpasst hatten, eine tolle Zeit hatten. «Dieses Jahr haben wir den Titel aber angestrebt.» Damals kam der 36-jährige Basler von einer halbjährigen Verletzungspause zurück, diesmal von einem traumhaften Comeback-Jahr.

Für Federer war der zweite persönliche Triumph am Hopman Cup – 2001 hatte er das Exhibition-Turnier im Westen Australiens an der Seite von Martina Hingis gewonnen – die Bestätigung, in der Vorbereitung auf das Australian Open alles richtig gemacht zu haben. Er war technisch und physisch parat. «Ich setze auf die Qualität der Trainings, nicht auf die Quantität», sagte er nach dem 6:7 (4:7), 6:0, 6:2. «Ich arbeite quasi halbtags, zur Hälfte bin ich Ehemann und Vater.»

Federer noch stärker als 2017?

Es scheint, als sei Federer noch besser in Form als 2017. Derweil seine Konkurrenten reihenweise angeschlagen sind (Nadal), ihren Start am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits abgesagt haben (Murray, Nishikori) oder dort nach Verletzungspausen ihr Comeback planen (Djokovic, Wawrinka), präsentiert sich der 36-jährige «Maestro» topfit und im Spiel und Service noch variantenreicher.

Auch die Aussichten der wiedergenesenen und spielfreudigen Bencic sind gut. Zwar resultierte im Einzel gegen die zweifache Grand-Slam-Siegerin Kerber die erste Niederlage nach 18 Siegen in Serie. Doch im Mixed zeigte die ehemalige Nummer 7 der Welt, die zum Ende des letzten Jahres drei ITF-Turniere gewonnen hatte, eine starke Leistung am Netz.

In Perth bezwang Bencic als Nummer 74 der Welt in den Einzeln mit der Japanerin Naomi Osaka (WTA 68), der Russin Anastasia Pawljutschenkowa (WTA 15) und der Amerikanerin Coco Vandeweghe (WTA 10) drei teils deutlich besser klassierte Spielerinnen. Wenn es die Auslosung für das Australian Open gut meint, ist Bencic in der aktuellen Verfassung einiges zuzutrauen.

«Kerber spielte toll», gab sie neidlos zu. «Aber ich fühle mich gut auf dem Platz.» Sie sei froh, wieder auf Kurs zu sein. «Vor so vielen Leuten zu spielen, ist so viel besser als zuhause verletzt rumzusitzen.» Die Perth Arena war wie bei jedem Schweizer Spiel mit rund 14'000 Besuchern restlos ausverkauft.

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