Vorhang auf für die Australian Open: In Melbourne kämpfen die Tennis-Stars seit Sonntag um den ersten Grand-Slam-Titel des neuen Jahres. In unserem Ticker halten wir dich auf dem Laufenden.
Der Ticker
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Alcaraz weiter ohne Satzverlust
Carlos Alcaraz ist im Achtelfinal des Australian Open souverän geblieben. Die Weltnummer 1 setzte sich gegen den US-Amerikaner Tommy Paul mit 7:6 (8:6), 6:4, 7:5 durch. Damit ist der 22-Jährige in Melbourne weiter ohne Satzverlust. Alcaraz, der das Australian Open als einziges Grand-Slam-Turnier noch nicht gewonnen hat, setzte sich in 2:44 Stunden durch.
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Sabalenka bleibt souverän
Aryna Sabalenka, setzte sich in ihrem Achtelfinal gegen die Kanadierin Victoria Mboko durch. Die Erste der Weltrangliste gewann 6:1, 7:6 (7:1) und steht damit als Viertelfinalistin fest.
Gegen die 19-Jährige Mboko hatte Sabalenka erst gegen Ende des ersten Satzes leicht Mühe – die Belarussin musste ins Tiebreak und konnte erst ihren fünften Matchball verwerten. Im Viertelfinal trifft Sabalenka nun auf die US-Amerikanerin Iva Jovic. Die 18-Jährige hat in ihrem Achtelfinal mit 6:0, 6:1 gegen die Kasachin Julia Putinzewa gewonnen.
Sabalenka steht in den Viertelfinals. KEYSTONE -
Wawrinka: «Ich gehe jetzt Bier holen»
Sein 20. und letztes Australian Open wird zum würdigen Finale einer grossen Karriere in Melbourne: Stan Wawrinka zeigt Kämpferherz, Klasse und Charme – und trinkt zum Abschied auf dem Court ein Bier mit dem Turnierdirektor. Hier geht's zum Artikel.
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Fast Ballmädchen abgeschossen: Djokovic schrammt haarscharf an Disqualifikation vorbei
Novak Djokovic gewinnt seine Drittrundenpartie souverän – doch eine Szene wirft einen Schatten: Ein unkontrollierter Schlag nach einem Ballwechsel hat ein Ballmädchen nur um wenige Zentimeter verfehlt. Hier geht's zum Artikel.
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Wawrinka begeistert mit heroischem Kampf gegen Fritz
Trotz eines starken Auftritts gegen die Weltnummer 9 ist für Stan Wawrinka in der 3. Runde der Australian Open Schluss. Der Schweizer unterliegt dem Amerikaner Taylor Fritz 6:7 (5:7), 6:2, 4:6, 4:6.
An einem von grosser Hitze geprägten Tag musste sich Wawrinka nach knapp dreistündigem Kampf geschlagen geben. Der Romand verlangte Fritz im vierten Aufeinandertreffen der beiden Spieler alles ab, konnte am Ende aber nicht mehr die Kräfte mobilisieren, die ihn zwei Tage zuvor zum Sieg im Fünfsatzkrimi gegen Arthur Gea getragen hatten. Dennoch feierten die Fans in der John Cain Arena, dem zweitgrössten Platz der Anlage, den 40-Jährigen bei seinem letzten Auftritt in Melbourne. 2014 hatte er am Australian Open den ersten seiner drei Major-Titel gewonnen.
Als Knackpunkt erwies sich der dritte Satz: Wawrinka wehrte beim Stand von 4:5 und Aufschlag Fritz zunächst drei Satzbälle in Folge ab und erspielte sich danach einen Breakball, den er jedoch nicht nutzen konnte. Daraufhin verliess Wawrinka den Platz für eine längere Behandlungspause.
Als er zurückkehrte liess der aufschlagstarke 1,96 Meter grosse Amerikaner im vierten Durchgang bei eigenem Service kaum mehr etwas zu und servierte sich zum Satzgewinn.
Trotz des Ausscheidens darf sich Wawrinka über ein gelungenes Turnier in Down Under freuen. Dank seiner zwei Siege wurde er zum ältesten Spieler in der 3. Runde eines Major-Turniers, seit Ken Rosewall dies 1978 im Alter von 44 Jahren gelungen war. Zudem wird Wawrinka in der Weltrangliste – aktuell auf Platz 139 geführt – einen Sprung nach vorne machen und den angestrebten Top 100 näher kommen. Das würde bedeuten, dass er sich bei den kommenden Grand-Slam-Turnieren aus eigener Kraft qualifizieren könnte und nicht mehr wie in Australien auf eine Wildcard angewiesen wäre.
Mit Wawrinkas Ausscheiden geht das Australian Open ohne Schweizer Beteiligung in die zweite Woche.
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Jannik Sinner trotz Mühe weiter
Titelverteidiger Jannik Sinner hat beim Australian Open der grossen Hitze getrotzt und sich ungeachtet heftiger Krämpfe ins Achtelfinal von Melbourne gekämpft. Der Weltranglisten-Zweite aus Italien rang am bislang heissesten Tag des diesjährigen Turniers den Amerikaner Eliot Spizzirri mit 4:6, 6:3, 6:4, 6:4 nieder, geriet dabei aber an seine körperlichen Grenzen.
Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad hatte Sinner grosse Probleme mit Krämpfen und konnte phasenweise kaum noch laufen. «Ich weiss nicht, was ich machen soll», sagte der 24-Jährige an sein Trainerteam gerichtet. Im dritten Satz musste Sinner seinen Aufschlag zum 1:3 abgeben, ehe die Partie wegen der grossen Hitze unterbrochen wurde, um das Dach über der Rod Laver Arena zu schliessen.
Unter dem geschlossenen Dach und bei laufender Klimaanlage hatte der Italiener zwar immer noch körperliche Probleme, bekam die Schwierigkeiten jetzt aber einigermassen in den Griff. Nach 3:45 Stunden verwandelte Sinner seinen zweiten Matchball. Im Achtelfinal trifft er nun auf Landsmann Luciano Darderi.
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Keys ohne Satzverlust weiter
Bei den Frauen bleibt Vorjahressiegerin Madison Keys souverän. Die US-Amerikanerin erreichte den Achtelfinal ohne Satzverlust. Nach rund 75 Minuten hatte sie sich gegen Karolina Pliskova mit 6:3, 6:3 durchgesetzt. Nun trifft Keys auf ihre Landsfrau Jessica Pegula, die gegen die Russin Oxana Selechmetjewa in zwei Sätzen gewann.
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Zverev erneut mit Umweg
Vorjahresfinalist Alexander Zverev musste auch bei seinem dritten Sieg auf dem Weg in die Achtelfinals einen Satzverlust hinnehmen. Letztlich bekundete der Deutsche gegen «Lieblingsgegner» Cameron Norrie, den er auch im siebenten Duell besiegte, mit 7:5, 4:6, 6:3, 6:1 keine grösseren Probleme. Nun trifft Zverev auf den Argentinier Francisco Cerundolo, der den Russen Andrej Rublew in drei Sätzen ausschaltete.
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Alex de Minaur bodigt Tiafoe
Ganz zur Freude der australischen Fans qualifizierte sich auch der als Nummre 6 gesetzte Alex de Minaur zum fünften Mal in Folge für die Achtelfinals an seinem Heim-Major. Er besiegte den Amerikaner Frances Tiafoe ohne Satzverlust.
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Paolini scheitert an Teenager
Einen Tag nach dem überraschend frühen Ausscheiden von Belinda Bencic hat es mit der als Nummer 7 gesetzten Italienerin Jasmine Paolini eine zweite Top-Ten-Spielerin erwischt. Die Wimbledon- und Frech-Open-Finalistin von 2024 musste sich in der 3. Runde der aufstrebenden, seit Dezember erst 18-jährigen Amerikanerin Iva Jovic 2:6, 6:7 (3:7) beugen.
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Putinseva ausgebuht – sie antwortet mit «Twerk»-Tanz
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Alcaraz wackelt nur kurz
Carlos Alcaraz ist souverän in die Achtelfinals eingezogen. Der Weltranglistenerste, der in Melbourne den Karriere-Grand-Slam komplettieren könnte, gewann seine Drittrundenpartie gegen den Franzosen Corentin Moutet (ATP 37) 6:2, 6:4, 6:1. Damit blieb der Spanier auch bei seinem dritten Auftritt in der Rod Laver Arena ohne Satzverlust.
In seinem 100. Match auf Grand-Slam-Ebene geriet der sechsfache Major-Sieger einzig im zweiten Durchgang kurz aus dem Tritt, als er nach einer komfortablen 3:0-Führung aus dem Nichts vier Games in Folge verlor. Alcaraz' nächster Gegner heisst Tommy Paul. Die Weltnummer 20 aus den USA profitierte beim Stand von 6:1, 6:1 von einer verletzungsbedingten Aufgabe des Spaniers Alejandro Davidovich Fokina.
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Medvedev mit eindrücklichem Comeback
Wesentlich mehr hatte am Freitag Daniil Medvedev zu kämpfen. Die frühere Weltnummer 1 rang den Ungarn Fabian Marozsan mit 6:7 (5:7), 4:6, 7:5, 6:0 und 6:3 nieder. Der Russe hat damit als erster Spieler am diesjährigen Australian Open einen 0:2-Satzrückstand gedreht.
Im Achtelfinal bekommt es der Sieger des US Open 2021, der in Melbourne schon dreimal im Final stand, mit Learner Tien (ATP 29) zu tun. Vor einem Jahr musste sich Medvedev dem 20-jährigen Amerikaner in der 2. Runde in fünf Sätzen geschlagen geben.
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Sabalenka mit Mühe
Im Turnier der Frauen hat Topfavoritin Aryna Sabalenka mit viel Mühe die 3. Runde überstanden. Die Weltranglistenerste aus Belarus hatte gegen die gebürtige Russin Anastasia Potapova, die seit Anfang dieses Jahres für Österreich spielt, lange zu kämpfen, ehe nach über zwei Stunden der 7:6 (7:4), 7:6 (9:7)-Erfolg feststand.
Damit hält die Australian-Open-Siegerin von 2023 und 2024 auf Grand-Slam-Ebene nun bei 19 gewonnenen Tiebreak in Folge. Im Achtelfinal trifft Sabalenka auf Victoria Mboko. Die 19-jährige Kanadierin bezwang die Dänin Clara Tauson in drei Sätzen.
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Bencic erlebt herbe Enttäuschung
Belinda Bencic scheidet am Australian Open überraschend in der 2. Runde aus. Die 28-jährige Ostschweizerin unterliegt der tschechischen Qualifikantin Nikola Bartunkova 3:6, 6:0, 4:6.
Die Niederlage gegen die Weltnummer 126, die in Melbourne ihr erstes Grand-Slam-Turnier spielt, ist für Bencic ein herber Rückschlag. Sie hatte das Jahr exzellent begonnen und ihre ersten sechs Einzel allesamt gewonnen.
Die Weltranglisten-Zehnte tat sich gegen den 1,83 m grossen Teenager aus Prag von Anfang an schwer. Auch der 6:0 gewonnene zweite Satz brachte ihr auf dem von lautstarken Zuschauern gesäumten Aussenplatz keine Ruhe. Im Entscheidungssatz konnte Bencic zweimal - zum 2:2 und zum 4:4 - einen Breakrückstand noch aufholen, bei 5:4 servierte die junge Tschechin aber eiskalt zu null aus.
Bereits in der 1. Runde hatte Bartunkova gegen die höher eingestufte Australierin Daria Kasatkina einen 0:6 verlorenen zweiten Satzscheinbar mühelos weggesteckt. Dennoch kommt diese Niederlage für Bencic aus dem Nichts, nachdem sie das Jahr so stark - mit fünf Siegen am United Cup und dem Starterfolg in der 1. Runde - begonnen hatte.
Es ist aber auch das zweite Grand-Slam-Turnier in Folge nach dem US Open im letzten August, bei dem sie schon in der 2. Runde an einer druckvoll und unbeschwert spielenden Aussenseiterin scheitert.
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Wawrinka gewinnt Fünsatz-Krimi und steht in Runde 3
Stan Wawrinka liefert in Melbourne noch einmal ein echtes Muster dessen ab, was ihn seine gesamte Karriere ausgezeichnet hatte. Nach gut viereinhalb Stunden behält er gegen den 19 Jahre jüngeren Grand-Slam-Debütanten Arthur Géa (ATP 198) im finalen Match-Tiebreak die Oberhand.
Wawrinka macht am Ende sogar den frischeren Eindruck als der Südfranzose. Dieser spielte erstmals in einer Partie mehr als drei Sätze, Wawrinka seinen 58. (!) Fünfsätzer, wovon er deren 31 gewann. Bereits im vierten Satz stand die Partie auf Messers Schneide. Wawrinka gab eine 3:0-Führung wieder her, überstand dann aber eine schwierige Phase und kam schliesslich dank einem brillanten Rückhand-Passierball zum Break und Satzausgleich.
Auch im Entscheidungssatz führte Wawrinka 2:0, musste Géa aber wieder herankommen lassen. Im Tiebreak kämpfte der 21-jährige Franzose dann aber mit Krämpfen, während der dreifache Grand-Slam-Champion die Nerven behielt.
Nun ist er der älteste Spieler in der 3. Runde eines Major-Turniers, seit Ken Rosewall dies am Australian Open 1978 als 44-Jähriger schaffte. Im ersten Satz war der dreifache Grand-Slam-Champion nach einem nervösen Start schnell 1:3 in Rückstand geraten und konnte dieses Handicap nicht mehr wettmachen, auch weil er drei Breakchancen nicht nutzte.
Im zweiten Durchgang wendete er das Blatt, in dem er dem jungen Franzosen zum 3:1 erstmals den Aufschlag abnahm. Auch im dritten Satz entschied ein einziges Break, das gegen Wawrinka zum 3:5 aus ziemlich heiterem Himmel kam.
Nicht völlig überraschend kam hingegen der starke Auftritt von Arthur Géa. Er hatte in der Vorbereitung ein Challenger-Turnier auf Neukaledonien gewonnen und die Qualifikation sowie die 1. Runde gegen die Weltnummer 19 Jiri Lehecka ohne Satzverlust überstanden.
Für Wawrinka geht es am Samstag in der 3. Runde gegen die Weltnummer 9 Taylor Fritz (USA) weiter. Der Romand hat zwei von drei Partien gegen den Amerikaner gewonnen, die letzte – vor knapp drei Jahren in Monte Carlo auf Sand – aber verloren.
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Sinner weiter im Schongang
Der Topfavorit auf den Turniersieg – es wäre sein 25. Grand-Slam-Titel – ist Djokovic mit seinen 38 Jahren aber nicht mehr. Das bleibt auch nach seiner zweiten Partie der Titelverteidiger Jannik Sinner. Der Italiener machte mit dem Australier James Duckworth (ATP 88) kurzen Prozess und gewann 6:1, 6:4, 6:2. In seinen ersten beiden Partien hat er insgesamt nur zehn Games abgegeben. Noch vier weniger als Djokovic, allerdings profitierte er in der Startrunde von der Aufgabe Hugo Gastons zu Beginn des dritten Satzes.
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Swiatek mit Steigerung
Iga Swiatek steigerte sich gegenüber ihrer etwas durchzogenen Leistung in der 1. Runde. Die Polin, die in Australien mit dem ersten Sieg ihren Karriere-Grand-Slam komplettieren könnte, gewann gegen Marie Bouzkova (WTA 44) 6:2, 6:3.
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Djokovic vor 400. Sieg bei Grand Slams
Nach seinem Sieg gegen Maestrelli kann Djokovic am Samstag in der 3. Runde mit einem Erfolg gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp (ATP 75) zum ersten Spieler – Mann oder Frau – der Geschichte mit 400 Siegen an Grand-Slam-Turnieren werden. Zum Vergleich: Roger Federer ist mit 369 gewonnen Matches bei Majors zurückgetreten. Am Australian Open liegt Djokovic mit 101 Siegen einen hinter Federer. Noch.
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Djokovic und Keys ohne Mühe weiter
Novak Djokovic steht in der dritten Runde. Der Rekord-Grand-Slam-Champion gewann gegen den italienischen Qualifikanten Francesco Maestrelli mit 6:3, 6:2, 6:2 und wurde dabei zu keiner Zeit ernsthaft gefordert. Der 38-Jährige, der das erste Highlight-Turnier der Tennis-Saison bereits zehnmal gewinnen konnte, benötigte in der Rod Laver Arena nur 2:15 Stunden für seinen Erfolg.
Bei den Frauen kam Titelverteidigerin Madison Keys ebenfalls ohne Mühe weiter. Die 30 Jahre alte Amerikanerin setzte sich gegen ihre Landsfrau Ashlyn Krueger mit 6:1, 7:5 durch. Keys hatte im vergangenen Jahr im Endspiel überraschend Aryna Sabalenka geschlagen und ihren ersten Grand-Slam-Titel gefeiert.
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Fokina der Mann für Fünf-Sätzer
Alejandro Davidovich Fokina musste in der 2. Runde gegen Reilly Opelka über die volle Distanz, ehe sein Sieg feststand. In seinem 54. Grand-Slam-Turnier war es gemäss einer Auswertung von Tennis-Experte Luca Brancher bereits das 18. Mal, dass er über fünf Sätze gehen muste.
Die Quote von 33,3 Prozent ist die höchste unter allen Spielern mit mindestens 50 Major-Partien.
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Zverev in vier Sätzen weiter
Alexander Zverev steht in der dritten Runde. Der Vorjahresfinalist gewann in sein Zweitrunden-Spiel gegen den Franzosen Alexandre Müller mit 6:3, 4:6, 6:3, 6:4 und trotzte dabei auch einer längeren Regenunterbrechung.
Nach 3:04 Stunden verwandelte der 28-Jährige in der John Cain Arena seinen dritten Matchball. Zverev bekommt es im Kampf um den Achtelfinaleinzug nun am Freitag mit dem Briten Cameron Norrie zu tun.
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Dieses Youngsters hat Experte Heinz Günthardt für 2026 auf dem Zettel
Wer gewinnt die Grand Slams? Wo liegt das Potenzial der Schweizer und welche Jungen könnten die Grossen ärgern. Heinz Günthardt wagt für blue Sport einen Blick in die Kristall-Kugel.