Lange ist es her

So sah die Welt beim letzten Schweizer Tennis-Debakel in Melbourne aus

Von Tobias Benz

19.1.2022

Vreni Schneider verkündet im Jahr 1995 ihren Abschied aus dem Weltcup.
Bild: Keystone

Mit Belinda Bencic scheitert am Mittwoch die letzte Schweizer Vertreterin bereits in der zweiten Runde der Australian Open. Zum letzten Mal passierte das in Melbourne vor 27 Jahren. Hier sind elf Dinge, die die Welt im Jahr 1995 bewegten.

Von Tobias Benz

19.1.2022

Andre Agassi und Marie Pierce gewinnen in Melbourne

Mit Martina Hingis, Emanuela Zardo, Marc Rosset und Jakob Hlasek sind bei den Australian Open 1995 vier Schweizer/innen vertreten. Martina Hingis hält am längsten durch, scheitert aber wie heuer Belinda Bencic bereits in der zweiten Runde. Damals mit 3:6, 4:6 an der Japanerin Kyoko Nagatsuka.

Die Australien Open gewinnen Andre Agassi und Marie Pierce. Zwei Jahre später kommt Belinda Bencic zur Welt.

Ein Jahr später scheinen Rosset und Hingis beim Mixed Doppel in Australien mehr Spass zu haben.
Bild: Keystone

Vreni Schneider gewinnt den Gesamtweltcup

Mit ihrem 55. Weltcupsieg beim Slalom in Bormio sichert sich Vreni Schneider im letzten Rennen der Saison den Gesamtweltcup. Kurz darauf gibt sie im Alter von 30 Jahren ihren Rücktritt bekannt.

Bei den Männern heisst der Sieger in diesem Jahr Alberto Tomba.

GC ist Schweizer Meister

Die Zürcher Grasshoppers werden zum 23. Mal Schweizer Meister. Für den Erfolg reichen 31 Punkte aus 22 Spielen. Eine Saison später wird von der FIFA weltweit die Drei-Punkte-Regel eingeführt. 

Release von Windows 95

Lange vor der Entwicklung des ersten Smartphones revolutioniert Microsoft 1995 den Computermarkt. Der neuste Schrei: Windows 95.

Die Erfindung der DVD

Auch im TV-Geschäft schläft die Technik nicht. 1995 wird die DVD erfunden. Allerdings dauert es noch zwei Jahre bis das technologische Meisterwerk 1997 auf den Markt kommt.

Bill Gates ist die neue Nummer 1

Das Forbes-Magazin kürt den Microsoft-Gründer zur reichsten Person der Welt. Für sein damaliges Vermögen von 12,9 Milliarden Dollar haben die heutigen Schwergewichte wohl nur ein müdes Lächeln übrig. Der aktuell reichste Mensch der Welt, Jeff Bezos, ist laut Forbes 177 Milliarden Dollar schwer.

Aber auch Bill Gates hat ordentlich zugelegt. Mittlerweile soll er mit einem Vermögen von 124 Milliarden Dollar noch die viertreichste Person der Welt sein.

Ajax Amsterdam gewinnt die Champions League

Ajax Amsterdam schlägt im Final der Champions League die AC Milan mit 1:0. Torschütze im Endspiel in Wien ist der 18-jährige Patrick Kluivert. Er trifft in der 85. Minute. Sehenswert sind auch die Aufstellungen der beiden Mannschaften.

Ajax Amsterdam: Edwin van der Sar; Michael Reiziger, Danny Blind, Frank Rijkaard, Frank de Boer; Clarence Seedorf (54. Nwankwo Kano), Edgar Davids, Jari Litmanen (69. Patrick Kluivert); Finidi George, Marc Overmars, Ronald de Boer.

AC Milan: Sebastiano Rossi; Christian Panucci, Paolo Maldini, Alessandro Costacurta, Franco Baresi; Demetrio Albertini, Roberto Donadoni, Marcel Dessaily, Zvonimir Boban (86. Gianluigi Lentini); Daniele Massaro (90. Stefano Eranio), Marco Simeone.

Die Playstation wird zum Kassenschlager

In den USA kommt 1995 die erste Playstation auf den Markt. Das von Sony entwickelte Gerät wird umgehend zum Kultobjekt. Auch in der Schweiz steht die Spielkonsole bald auf etlichen Wunschzetteln zu Weihnachten.

Tiger Woods gibt Debüt auf der PGA Tour

1995 tritt Tiger Woods im Alter von 19 Jahren als Amateur zum ersten Mal am Masters Tournament an. Zwei Jahre später gewinnt er das Turnier zum ersten Mal.

PALO ALTO, CA -  1995:  Tiger Woods of Stanford University plays in an NCAA golf tournament in 1995 on the Stanford University Golf Course in Palo Alto, California.  Woods was a college sophomore at the time.  (Photo by David Madison/Getty Images)
Tiger Woods an einem Turnier der Stanford University im Jahr 1995.
Bild: Getty Images

Batman Forever

Mit 184 Millionen Dollar spielt Batman Forever an den Kinokassen im Jahr 1995 am meisten Geld ein. Der Film mit Val Kilmer nimmt damit knapp mehr ein als Apollo 13 und Toy Story 3. 

Der Bundesrat

Der Gesamtbundesrat 1995 (von links nach rechts): Bundeskanzler François Couchepin, Bundesrat Jean-Pascal Delamuraz, Bundesrat Adolf Ogi, Bundespräsident Kaspar Villiger, Bundesrat Arnold Koller, Bundesrat Flavio Cotti, Bundesrat Otto Stich, Bundesrätin Ruth Dreifuss.
Bild: admin.ch

Im September 1995 ersetzt Moritz Leuenberger Otto Stich.