Djokovic: «Werde nicht anfangen, alle Lügen zu dementieren»

15.5.2019 - 16:06, pat

Novak Djokovic will nicht als Sündenbock dargestellt werden.
Bild: Keystone

Novak Djokovic hat in Rom noch vor seinem ersten Auftritt bei einer Pressekonferenz Dampf abgelassen. Es geht um die Berichterstattung rund um die Absetzung des ATP-Präsidenten Chris Kermode.

Insbesondere einen Journalisten von der New York Times, der in den vergangenen Wochen ausführlich über die Entwicklungen in der ATP berichtete, nimmt er in die Mangel – schliesst aber den Rest der Runde nicht aus. ATP-Präsident Chris Kermode muss Ende Jahr gehen, das entschied der Spielerrat mit dem Vorsitzenden Novak Djokovic im März. Der Serbe wurde als Strippenzieher hinter dem umstrittenen Entscheid dargestellt.



«Ich glaube nicht, dass es fair von Euch ist, mich so darzustellen, als träfe ich alle Entscheidungen. Ich bin der Präsident des Councils, aber das besteht aus zehn Spielern», sagt Djokovic in Rom. Die Mehrheit entscheide, «ich bin nur einer von zehn». Es sei klar, dass er den Respekt der Spieler geniesse und es sei für ihn ein Privileg den Spielerrat anzuführen. «Aber ich kann keine Entscheidungen für diese Gruppe treffen.»

Die Medien würden ein verzehrtes Bild der tatsächlichen Vorgänge vermitteln. Aber: «Ich werde nicht anfangen, alle Lügen zu dementieren, die kontinuierlich publiziert werden. Das heisst aber nicht, dass sie deswegen wahr werden. Einige Information sind richtig, andere falsch», stellt Djokovic klar.

Er verstehe, dass die Medien Informationen nach Informationen lechzen. «Ein paar kann ich euch geben, aber eben nicht alle.» Das wäre weder dem Präsidenten der ATP gegenüber noch den anderen Mitgliedern des Spielerrats fair, meint die Weltnummer 1.

Und nun gilt der volle Fokus dem Sport. Dank dem Triumph in Madrid ist er mit grossem Selbstvertrauen nach Rom gereist. Drückt er auf dem Court genau so aufs Gaspedal wie an der Medienkonferenz, so kann eigentlich gar nichts schief gehen.

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