Halbfinals: Djokovic ist gesetzt – wer gewinnt den «Blockbuster»?

12.7.2019 - 07:20, Luca Betschart, Wimbledon

Alles angerichtet für einen spektakulären Tennis-Tag in Wimbledon. Welche Halbfinalisten setzen sich durch? «Bluewin» wagt die Prognose.


Da waren es nur noch vier: Novak Djokovic, Roberto Bautista Agut, Roger Federer und Rafael Nadal kämpfen am Freitag um die beiden Plätze im Endspiel der 133. All England Championsship. Die Ausgangslage vor den beiden Duellen ist verheissungsvoll – wer muss seine Koffer packen? «Bluewin» macht den Halbfinal-Check.


1 vs. 23   

Head-to-Head 7:3

Djokovic – Bautista Agut

Die Favoritenrolle im ersten Halbfinal ist klar verteilt: Alles andere als ein Sieg von Novak Djokovic gegen Roberto Bautista Agut wäre eine grosse Überraschung. Der Serbe brauchte gegen den zu Beginn stark agierenden David Goffin im Viertelfinal zwar sieben Games, um sich zu finden. Dann aber spielte er schon beinahe unheimlich gut auf, machte kaum Fehler und liess seinen Gegner verzweifeln. Der Serbe bestand seine erste echte Prüfung im Turnier mit Bravour und dürfte im Halbfinal wohl von Beginn weg hundertprozentig bereit sein.

Trotz allem muss sich die Weltnummer eins in Acht nehmen. Bautista Agut ist in dieser Saison bisher zumindest so etwas wie Djokovics Angstgegner, konnte beide Direktduelle in diesem Jahr für sich entscheiden und in der Head-to-Head-Bilanz damit auf 3:7 verkürzen. Das wird dem Spanier, der in den bisherigen fünf Auftritten bloss einen Satz abgab, in seinem ersten Grand-Slam-Halbfinal seiner Karriere Mumm geben. 

Prognose: Djokovic gewinnt 3:1


2 vs. 3   

Head-to-Head 15:24

Federer – Nadal

39 zum teil epische Duelle haben die Rivalität zwischen Federer und Nadal bisher geprägt. Über alle Direktvergleiche hinweg hat der Spanier mit 24 zu 15 Siegen deutlich die Nase vorn. Nach den überragenden Leistungen auf dem Weg in den Wimbledon-Halbfinal wird er auch gegen den achtfachen Wimbledon-Sieger von den Buchmachern leicht favorisiert. Das letzte Aufeinandertreffen entschied Nadal deutlich für sich, allerdings in Paris und auf Sand – genau wie zahlreiche andere Siege in der Vergangenheit auf der roten Asche zu Stande kamen.

Lässt man die 16 Spiele auf Sand nämlich ausser Acht, ergibt sich ein weit hoffnungsvolleres Bild aus Schweizer Sicht. Dann hat Federer die Nase mit 13:10 Siegen vorne und konnte zwei der drei bisherigen Rasenduelle für sich entscheiden, wobei das letzte elf Jahre zurückliegt und an den Spanier ging. Deshalb dürfte auch diese Statistik am Freitag nur einen geringen Einfluss auf den Ausgang der Partie haben, entscheiden wird viel eher die Tagesform. Federer konnte im laufenden Turnier zwar nicht durchgehend brillieren, hat aber mehrfach gezeigt, was er auf dem heiligen Rasen noch draufhat. Kann er das über drei Sätze abrufen, dürfte er in seinem einstigen Wohnzimmer nach wie vor jeden Gegner vor Probleme stellen.

Prognose: Federer gewinnt 3:2

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