Novak Djokovic gewinnt seine Drittrundenpartie souverän – doch eine Szene wirft einen Schatten: Ein unkontrollierter Schlag nach einem Ballwechsel hat ein Ballmädchen nur um wenige Zentimeter verfehlt.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Novak Djokovic sorgte im Drittrundenspiel der Australian Open mit einem beinahe Ballmädchen-Treffer für Aufsehen, blieb aber trotz unsportlicher Aktion ohne Strafe.
- Der Serbe gewann das Match gegen Botic van de Zandschulp in drei Sätzen und feierte dabei (s)einen historischen 400. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier.
- Nach dem Spiel richtete Djokovic kämpferische Worte an die Konkurrenz um Alcaraz und Sinner. Er trifft in der nächsten Runde auf Jakub Mensik.
Novak Djokovic muss in der 3. Runde des Australian Open gegen Botic van de Zandschulp ran. Der 38-Jährige, der in Melbourne als Rekordsieger zehn Mal triumphierte, holt sich den Startsatz gegen seinen acht Jahre jüngeren Gegner mit 6:3.
Auch im zweiten Satz führt die Weltnummer 4 mit Break, der Serbe hadert aber trotzdem mit seinem Spiel. Beim Stand von 4:2 für Djokovic hat van de Zandschulp Vorteil, seine Rückhand gerät aber zu lang. Doch Nole schlägt den Ball trotzdem noch – und verfehlt mit seiner satten Vorhand nur knapp ein Ballmädchen. Überraschenderweise erhält die langjährige Nummer 1 für seine unsportliche Aktion keine Rüge vom Schiedsrichter. So holt sich Djokovic auch den zweiten Satz mit 6:4.
Zu Beginn des dritten Durchgangs knickt Djokovic mit dem Fuss um und verliert etwas den Rhythmus. Am Ende rettet er den Sieg im Tiebreak (7:4) aber doch ins Ziel. Für Djokovic war es der 400. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Das war vor ihm noch keinem Tennisspieler gelungen. In Melbourne war es der 102. Sieg von Djokovic – so viele schaffte bislang nur Roger Federer.
Nole sagt sorry – Fast-Zwischenfall weckt Erinnerungen
Novak Djokovic an der Pressekonferenz über seine Aktion: «Ich entschuldige mich dafür. Das war nicht notwendig. In der Hitze des Gefechts habe ich ... ja, ich hatte Glück. Es tut mir leid, dass ich dem Ballkind Unannehmlichkeiten bereitet habe.»
Die unschöne Szene erinnerte an die US Open 2020, als Djokovic (unabsichtlich) eine Linienrichterin abschoss und disqualifiziert wurde. Der Serbe muss sich also immer noch den Vorwurf gefallen lassen, sich manchmal nicht unter Kontrolle zu haben. Immerhin blieb ihm dieses Schicksal dieses Mal espart.
Nach dem Sieg gegen van de Zandschulp richtete Djokovic eine kleine Kampfansage an die derzeit die Tennis-Szene dominierenden Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. «Ich lasse die Jungs für ihr Geld rennen. Ich bin noch da. Alcaraz und Sinner sind die besten Spieler der Welt. Aber wenn du den Platz betrittst und der Ball rollt, kann alles passieren», betont Djokovic, der in der nächsten Runde auf den jungen Tschechen Jakub Mensik trifft (ATP 16).