Federer nach Sieg über Evans: «Es war ein Katz- und Maus-Spiel»

aus Melbourne: Syl Battistuzzi

16.1.2019

Titelverteidiger Roger Federer hatte gegen Dan Evans zwar einige Mühe, schaffte es dann doch noch ohne Satzverlust in die dritte Runde. Sein Fazit an der Pressekonferenz und die Einschätzung seines nächsten Gegners.

Roger Federer über ...

... das heutige Spiel

«Es war ein bisschen ein Katz-und Maus-Spiel heute, aber es war ein interessantes Match.»

... die neuen Bälle

«Sie sind sicher anders als früher. Es ist sicher schwieriger geworden, einen Gegner mit Spin auszuspielen. Dafür waren die Bälle heute bei diesen Bedingungen gut wahrnehmbar, sicher auch für die TV-Zuschauer. Die Bälle verfilzen einfach sehr schnell, was es in den letzten vier, fünf Games dann halt langsamer macht, vor allem gegen Grundlinienspieler natürlich. Und wenn man in der Nacht spielt, ist es noch langsamer. Logisch hätte ich lieber die alten Bälle, aber ich mache mir jetzt keinen Kopf darüber.»

... die neuen Tie-Break-Regel

«Man würde denken, es würde Sinn machen, alles zu vereinheitlichen, nicht? Aber wie ich schon sagte, statistisch gesehen macht es schlussendlich etwa zwei Prozent aller Matches aus, deshalb alles halb so wild. Wenn es soweit kommt, hattest du und dein Gegner sicher schon vorher die Gelegenheit, den Sack zuzumachen. Gleichzeitig verstehe ich natürlich die Traditionalisten, welche sich daran stören.»

... die Favoriten für die Grand Slams dieses Jahr

«Novak, Rafa und ich – wir wissen, wie man Slams gewinnt. Rafa ist bei den French Open Favorit Nr. 1, egal, wie er sich fühlt. Novak ist immer ein Favorit auf den Hartplätzen, eigentlich auf jeder Unterlage, wenn er topfit ist und wie im letzten Jahr spielt. Weil ich schon einiges gewonnen habe, in Wimbledon und an anderen Orten, muss ich mich vielleicht auch in diese Liste nehmen.
Es gibt zweifellos noch andere Jungs. Zum Beispiel Weltmeister Zverev, der zwar bisher bei den Grand Slams nicht so weit kam, aber dieses Jahr definitiv weiterkommen wird, vielleicht sogar hier. Wir werden sehen.»

... über die Wetter-Bedingungen

«Es war sicher nicht sehr heiss, eigentlich sehr angenehm und ideal mit dem bedeckten Himmel. So sieht man den Ball viel klarer, als wenn die Sonne scheint.»

... über seinen nächsten Gegner Taylor Fritz

«Ich habe mit ihm trainiert, als er noch Junior war. Ich habe gegen ihn in Stuttgart über drei Sätze spielen müssen, aber da waren es ganz andere Bedingungen. Er ist einer aus der neuen Generation, hat einen starken Service und schlägt hart auf die Bälle.»

Taylor Fritz: Der nächste Gegner von Roger Federer.
Bild: Getty

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