ATP Miami Isner zu Federer: «Ich wünsche mir, dass du niemals aufhörst»

sda / wer

1.4.2019

Roger Federer setzt mit seinem 101. Turniersieg eine weitere eindrückliche Marke. Im Endspiel von Miami gegen John Inser profitiert der Baselbieter zwar auch von einer Verletzung seines Kontrahenten, aber gegen diesen Federer wäre der Amerikaner wohl auch in Vollbesitz seiner Kräfte chancenlos gewesen.

Wie in den drei Runden zuvor lieferte Roger Federer im umfunktionierten Football-Stadion von Miami auch im Final Eindrückliches ab. Er blieb bei eigenem Service unangetastet, gab nur drei Punkte ab, und er retournierte exzellent. Hatte Federer die Aufgabe beim Aufschlag von Isner vor der Partie mit jener eines Fussball-Goalies beim Penaltyschiessen verglichen, parierte er die Geschosse mit scheinbarer Leichtigkeit. Nicht weniger als 89 Prozent der Aufschläge brachte er ins Feld zurück, 23 von 53 Punkten entschied er als Rückschläger für sich.

«Als wäre mein Fuss gebrochen»

Auch weil Isner die Schmerzen im linken Fussgelenk mit zunehmender Spieldauer immer stärker einschränkten, konnte sich der Sieger der letztjährigen Miami-Derniere auf Key Biscayne zu keiner Zeit Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung machen. Eine medizinische Behandlung Mitte des zweiten Satzes brachte keine Besserung und keinen Umschwung. «Es fühlte sich an, als wäre der Fuss gebrochen», sagte Isner. Zwischen den Ballwechseln humpelnd musste sich der 33-jährige Amerikaner schliesslich zum 4:6 breaken lassen.

Der Grössenunterschied zwischen Federer und Isner spiegelte sich auch auf dem Platz – einfach umgekehrt.
Der Grössenunterschied zwischen Federer und Isner spiegelte sich auch auf dem Platz – einfach umgekehrt.
Bild:  Keystone

«Eine Ehre, gegen dich spielen zu dürfen»

«Du bist einfach zu gut», anerkannte der Unterlegene und holte zur Lobeshymne aus: «Es ist unglaublich, was du schon seit so langer Zeit leistest. Ich wünsche mir, dass du der Tour noch lange erhalten bleibst – dass du niemals aufhörst. Es ist mir eine Ehre, gegen dich spielen zu dürfen.»

Mit einem baldigen Abschied Federers muss tatsächlich nicht gerechnet werden – auch nach Miami nicht, in welchem der Baselbieter einen Steigerungslauf hinlegte. «Ich hoffe, wir sehen uns in einem Jahr wieder», sagte Federer in jener Stadt, in welcher er 1998 als 17-Jähriger die Orange Bowl gewonnen hatte, an jenem Turnier, an dem er vor 20 Jahren im Hauptfeld debütiert hatte und nun zum vierten Mal triumphierte. Schon Anfang Monat hatte er in Dubai offiziell erklärt, dass er auch 2020 antreten werden.

Die Nummer 1 im Jahresranking

Dank des zweiten Turniersiegs in diesem Jahr und dem Finaleinzug in Indian Wells vor zwei Wochen übernimmt Federer im Jahresranking vor Beginn der Sandsaison die Spitze. Noch bevor er ab der zweiten Mai-Woche in Madrid und bis zu den Rasenturnieren sein Punktekonto äufnen kann, zieht er in der Weltrangliste wieder an Dominic Thiem vorbei auf den 4. Platz.

Während die härtesten Konkurrenten zuletzt schwächelten, ist Federer nach 20 ATP-Turnieren in diesem Jahr der erste mit zwei Triumphen. Macht er so weiter, ist auch Jimmy Connors Rekord von 109 Turniersiegen nicht ausser Reichweite.

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