Erste Ballwechsel mit Ehefrau Mirka

Lüthi: «Ich sehe momentan nicht, wie Roger in Wimbledon spielen sollte»

lbe

2.3.2022

Roger Federer muss auf die Olympischen SPiele verzichten.
Roger Federer hat seit seiner Knieoperation noch nicht viel Tennis gespielt.
Bild: Keystone

Im Vorfeld der Davis-Cup-Begegnung mit Libanon spricht Captain Severin Lüthi auch über Schützling Roger Federer und dämpft die Hoffnungen auf ein schnelles Comeback.

lbe

2.3.2022

Acht Monate liegt der letzte Ernstkampf von Roger Federer mittlerweile zurück. Seit der Niederlage im Wimbledon-Viertelfinal gegen Hubert Hurkazc ist es ruhig geworden um den 20-fachen Grand-Slam-Sieger. Informationen, wie das rechte Knie nach dem dritten Eingriff im abgelaufenen Sommer verheilt, gibt es nur spärlich. Viel zu berichten gibt es aus Schweizer Sicht aber leider ohnehin nicht.

Denn gemäss Trainer Severin Lüthi hat Federer, der in der Weltrangliste auf Position 27 abgerutscht ist, seither kaum Tennis gespielt. «Er ist immer noch in der Phase der Rehabilitation», sagt der Schweizer Davis-Cup-Captain im Vorfeld der Begegnung mit dem Libanon dem «Tages-Anzeiger».

Immerhin kann der 40-Jährige mittlerweile mehr als nur therapeutische Massnahmen treffen. «Er kann immer mehr machen, ist aktiv am Arbeiten. Es werden nicht nur die Muskeln des Knies oder Beins aufgebaut, sondern der ganze Körper wird gekräftigt. Es handelt sich um ein richtiges Konditionsprogramm.»

Einspielen mit Ehefrau Mirka

Für Einheiten mit dem langjährigen Fitnesstrainer Pierre Paganini ist es für Federer aber noch zu früh. «Auch er steht in engem Kontakt mit ihm», führt Lüthi aus. Zudem sei Paganini stets im Austausch mit Physiotherapeut Daniel Troxler. Wie gewohnt geht Team Federer mit der nötigen Vorsicht und Geduld ans Werk. In den kommenden Wochen soll Federer aber mehr und mehr zurück zum Racket greifen und Tennis spielen.

Wie Lüthi vom Maestro am Telefon erfährt, werde sein Schützling diese Woche zuerst einmal mit Ehefrau Mirka, selbst ehemalige Top-100-Spielerin, einige Bälle schlagen. «Dabei geht es ihm vor allem darum, langsam wieder reinzukommen», erklärt Lüthi und macht klar, dass ein schnelles Comeback eigentlich ausgeschlossen ist. Genau wie eine Teilnahme am Lieblingsturnier Ende Juni in Wimbledon. «Ich sehe im Moment nicht, wie er in Wimbledon spielen sollte. Ich bin zwar nicht der, der sagt: unmöglich. Aber ich kann es mir zurzeit nicht vorstellen.»