Verletzungs-Drama in Melbourne Musetti muss gegen Djokovic mit 2:0-Satzführung aufgeben

Luca Betschart

28.1.2026

Bitteres Viertelfinal-Aus für Lorenzo Musetti bei den Australian Open.
Bitteres Viertelfinal-Aus für Lorenzo Musetti bei den Australian Open.
Bild: Keystone

Verletzungs-Drama im Viertelfinal der Australian Open: Lorenzo Musetti führt gegen Novak Djokovic mit 2:0 in den Sätzen, bevor er sich eine Verletzung zuzieht und die Partie im dritten Durchgang aufgeben muss.

Luca Betschart

Lorenzo Musetti hat im Viertelfinal gegen Novak Djokovic alles im Griff, holt sich die ersten zwei Sätze mit 6:4 und 6:3 und ist auf bestem Weg, erstmals in den Halbfinal der Australian Open vorzustossen. Doch dann wird der Italiener von einer Adduktoren-Verletzung ausgebremst – und muss die Partie beim Stand von 1:3 im dritten Satz aufgeben.

Unter Tränen verschwindet Musetti in der Garderobe – und Djokovic erscheint zum nicht mehr für möglich gehaltenen Siegesinterview. «Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Es tut mir sehr leid für ihn. Er war klar der bessere Spieler, ich war auf meinem Weg nach Hause. Solche Dinge passieren im Sport.»

Musetti hat «keine Worte»

Mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden wiederholte sich das, was Musetti gegen Djokovic schon einmal erlebt hatte. Im Achtelfinal des French Open 2021 gewann er ebenfalls die ersten zwei Sätze, musste dann aber im fünften Durchgang wegen Krämpfen und Rückenschmerzen aufgeben.

Musetti, der von einem Muskelfaserriss ausgeht, zeigt sich nach dem bitteren Aus tief enttäuscht. «Ich habe keine Worte, um zu sagen, wie schwer es für mich ist», sagte der Weltranglisten-Fünfte aus Italien. «Es ist definitiv meine bitterste Aufgabe, wenn man bedenkt, wie gut ich gespielt habe und wenn man sich den Spielstand anschaut.»

Djokovic trifft nun auf Sinner

Djokovic hatte schon in den Achtelfinals von einer Verletzung seines Gegners profitiert. Der Tscheche Jakub Mensik konnte wegen Problemen mit der Bauchmuskulatur erst gar nicht antreten. Der Serbe trifft nun auf Titelverteidiger Sinner. Der Italiener besiegte Ben Shelton aus den USA klar mit 6:3, 6:4, 6:4 und zeigte dabei seine bislang beste Turnierleistung. Der Italiener steht damit zum sechsten Mal nacheinander in einem Grand-Slam-Halbfinale, in Melbourne ist er seit 19 Spielen ungeschlagen.

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