Wer ist der Tennis-GOAT? Nadal-Onkel stichelt gegen Djokovic – und lobt Federer

jar

13.7.2023

Rafael Nadal mit seinem Onkel und früheren Trainer Toni.
Rafael Nadal mit seinem Onkel und früheren Trainer Toni.
imago

Novak Djokovic fehlen in Wimbledon noch zwei Siege zum 24. Grand-Slam-Titel. Seine ewigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal hat der Serbe längst überflügelt. Doch ist Djokovic damit auch der beste Spieler aller Zeiten? Nadals Onkel Toni hat seine Zweifel.

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  • Die Frage, wer der beste Tennis-Spieler aller Zeiten ist, beschäftigt die Fans seit Jahren.
  • Rafael Nadals Onkel Toni mag kein finales Urteil fällen, ist sich aber sicher, dass sein Neffe mit weniger Verletzungspech viel mehr Titel hätte holen können.
  • Nadal fällt seit einem halben Jahr verletzungsbedingt aus.
  • Sein Onkel verrät, wie es um den Fitnesszustand des Sandkönigs steht: «Er arbeitet im physischen Bereich, kann aber noch kein Tennistraining machen, weil der Doktor ihm davon abgeraten hat.»

In einem Interview mit dem Tennis-Magazin «Clay» spricht Toni Nadal über Roger, Rafa und Novak – und vertritt eine klare Meinung: «Ich denke, Federer und Nadal haben ihren Sport mehr verändert als Djokovic. Und Federer hat seinen Sport mehr als jeder andere verändert.»

Man könne nicht einfach sagen, wer der Tennis-GOAT sei, weil es keine klaren Standards für ein solches Urteil gebe, meint der 62-Jährige: «Wer ist der Beste? Der Spieler mit den meisten Titeln? Der Olympiasieger? Ich weiss es nicht. Ich denke, Federer ist derjenige, der die schwierigsten Dinge schaffte. Und Djokovic hat am meisten gewonnen. Und wenn wir alle Spiele zählen würden, die Rafa aufgrund von Verletzungen verpasst hat ... dann hätte er wahrscheinlich mehr gewonnen als die anderen.»

Die Sache mit den Sand-Turnieren

Schliesslich würde sein Neffe auch immer drei Grand-Slam-Turniere auf dem Belag spielen, auf dem er «nicht gut» ist, wie Toni Nadal sagt. «Natürlich!», antwortet er auf die Frage, ob Nadal 35 Grand-Slam-Titel gewonnen hätte, wenn die Australian Open auf Sand ausgetragen würden.

Auch die ATP-Finals werden immer auf Hartbelag gespielt, sehr zum Ärger von Rafa Nadal, der sich auch schon darüber beschwerte. Onkel Toni pflichtet ihm bei: «Es wäre nur logisch, dass man bei manchen Gelegenheiten auch auf anderen Belägen spielt, nicht immer auf demselben.»

Sandkönig Rafael Nadal hätte sich das eine oder andere grosse Turnier mehr auf Sand gewünscht.
Sandkönig Rafael Nadal hätte sich das eine oder andere grosse Turnier mehr auf Sand gewünscht.
Keystone

«Rafa will zurückkommen»

Nadal fällt seit Monaten mit einer Hüftverletzung aus. Sein letztes Spiel hat er im Januar bei den Australian Open bestritten. Wird der 37-Jährige überhaupt noch einmal auf die Tour zurückkehren? «Was ich weiss, weil ich mit ihm gesprochen habe, ist, dass Rafael zurückkommen will. Er will sich gut erholen. Und wenn er sich gut erholt, denke ich, dass er weitermachen will», sagt Toni, der jahrelang auch Trainer seines Neffen war.

Derzeit schuftet Rafa auf Mallorca an seinem Comeback. «Er arbeitet im physischen Bereich, kann aber noch kein Tennistraining machen, weil der Doktor ihm davon abgeraten hat», so Onkel Toni. «In rund einem Monat wird er in der Lage sein, wieder auf dem Tennisplatz zu trainieren.»

Währenddessen ist Djokovic auf bestem Wege, seinen 24. Grand-Slam-Titel einzuheimsen – den achten in Wimbledon, womit er mit Rekordsieger Federer gleichziehen würde. Im Halbfinal trifft der Serbe am Freitag auf den Italiener Jannick Sinner. Im Final würde Djokovic auf Carlos Alcaraz oder Daniil Medvedev treffen.