Die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska verblüfft am French Open weiter. Nach einem 7:6, 6:3-Sieg gegen die als Nummer 22 gesetzte Anna Kalinskaja steht sie im Halbfinal. Die Weltranglistenerste ist dagegen raus.
«Ehrlich gesagt, keiner kennt mich», meinte Maja Chwalinska nach ihrem Einzug in die Viertelfinals im Platz-Interview lachend. Das schien ihr ganz recht zu sein, ändert sich nun aber rapide. Am Mittwoch zeigte die 24-jährige Linkshänderin aus der Nähe von Krakau eine weitere überzeugende Vorstellung.
Gegen die Russin Anna Kalinskaja, die frühere Freundin des Weltranglistenersten Jannik Sinner, startete Chawlinska brillant, verspielte in der Folge aber eine 5:1-Führung. Die Polin liess sich davon nicht beirren, gewann den Satz noch im Tiebreak und am Ende nach knapp zwei Stunden die Partie.
Chwalinska spielt in Paris erst ihr drittes Grand-Slam-Turnier und gewann bei den ersten beiden einen Match. Nun sind es auf dem Sand der französischen Metropole inklusive Qualifikation bereits deren acht – und dabei nur einen Satz verloren.
Sabalenka scheitert überraschend
Im Halbfinal trifft Chwalinska auf eine weitere Russin: Diana Schnaider bezwang die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus mit 3:6, 7:5, 6:0 und sorgte damit für eine weitere Überraschung auf dem Court Philippe Chatrier. Vor allem im desolaten letzten Satz wirkte Sabalenka, die zwischenzeitlich mit 6:3 und 4:1 in Führung lag, völlig entnervt und schrie ihren Frust öfters heraus.