Sand ja oder nein? «Der Entscheid hängt nicht von Nadal ab»

Martin Abgottspon

14.3.2018

Roger Federer hat schon lange keine Partie auf Sand mehr bestritten.
Keystone

Zwei Jahre hat man Roger Federer nicht mehr auf Sand spielen sehen. Ob und in welchem Ausmass er dieses Jahr zurückkehrt lässt er immer noch offen, ist aber fast ein bisschen beleidigt, dass man den Entscheid mit Rafael Nadal in Zusammenhang bringt.

«Es hat logischerweise nichts mit Nadal zu tun, ob ich in Paris spiele oder nicht», stellt Roger Federer in Indian Wells klar. Es gehe nicht um die Gegner, ob er auf Sand spielen werde oder nicht. Fast ein wenig in seinem Stolz verletzt fügt er an: «Der Entscheid hat nur mit mir zu tun.» 

Aber was heisst das nun konkret? «Es hängt sicher vom Lustfaktor ab sowie von der Frage, ob ich das Gefühl habe, ich könnte in Paris ­gewinnen. Aber wir müssen vor allem abwägen, ob dieser Belagwechsel Sinn macht, ob sich dadurch das Verletzungsrisiko erhöht oder doch nicht. Dazu muss ich mit Pierre (Paganini) darüber diskutieren, wie viel ich konditions­mässig investieren müsste.»

Realistisch scheint, dass Federer höchstens drei Turniere auf Sand bestreiten wird. In der engeren Auswahl sind sicher Rom und das Grand-Slam-Turnier in Paris sowie ein kleineres Turnier Anfang Mai in Istanbul, München oder Estoril. Definitiv nicht antreten wird der «Maestro» in Monte Carlo, weil er nach den Turnieren in Indian Wells und Miami erst noch in die Ferien fährt und eine Reise nach Afrika im Rahmen seiner Stiftung geplant ist.

Volle Konzentration auf Indian Wells

Für den Moment will sich Federer aber ganz auf das aktuelle Turnier in Indian Wells konzentrieren, wo er nun im Achtelfinal auf Jérémy Chardy trifft. Womöglich gar keine so leichte Aufgabe, wenn man die vergangenen Duelle genauer anschaut. In Rom scheiterte er vor drei Jahren am Franzosen, in Brisbane und Paris-Bercy musste der Schweizer jeweils über drei Sätze.

Klappt es mit einem Sieg würden im Viertelfinal dann Chung Hyeon oder Pablo Cuevas warten, was für Federer dann eine wichtige Hürde darstellen würde. Mit einem Halbfinal-Einzug könnte er sich bis nach den Miami Open die Nummer 1 sichern.

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