Heinz Günthardt spricht mit blue Sport über den angekündigten Rücktritt von Stan Wawrinka und verrät, was er sich vom Abschieds-Jahr des Schweizer Tennis-Stars erhofft.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Stan Wawrinka spielt derzeit die letzte Tennis-Saison seiner Karriere.
- In Melbourne darf der 40-Jährige noch einmal an einem Grand-Slam-Turnier aufschlagen.
- Tennis-Experte Heinz Günthardt spricht mit blue Sport über das letzte Jahr in der Karriere des Romands, dem er noch einmal viel zutraut.
- Besonders bei der «geschichtsträchtigen» Rückhand des Romands gerät Günthardt ins Schwärmen.
Seit dem 9. Januar ist klar: Stan Wawrinka darf ein letztes Mal in Melbourne aufschlagen. Der Schweizer Tennis-Star, der auf Ende Jahr seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, erhält von den Organisatoren eine Wildcard für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres in Australien.
Das stärkt das Vorhaben, noch einmal in die Top-100 der Welt vorzustossen. Tennis-Experte Heinz Günthardt traut dem 40-Jährigen einen letzten Exploit durchaus zu – nicht zuletzt aufgrund der starken Auftritte des Romands am United Cup zu Beginn des Jahres.
«Wie wir jetzt gesehen haben, in den ersten Wochen von 2026, ist er tatsächlich noch auf höchster Ebene kompetitiv», sagt Günthardt gegenüber blue Sport (siehe Video oben). Es käme nun aber darauf an, diese Leistungen ein ganzes Jahr durchzuziehen.
«Die Rückkehr in die Top-100 ist vom Niveau her realistisch. Aber er muss dann auch 12 Monate durchspielen können, weil die Jungen, die spielen sehr viele Turniere.»
«Da schlägt das Herz etwas höher als Tennis-Fan»
Günthardt freut sich, dass Wawrinka nicht einen sofortigen Schlussstrich gezogen hat, sondern noch ein Jahr an seine Karriere anhängt. «Das zeigt, dass er sich das gut überlegt hat und es nicht aus irgendeiner Emotion heraus kommt. Das ist dann auch ein schöner Abschluss für eine unglaubliche Karriere.»
Und obwohl er mit seinen 40 Jahren nicht mehr ganz so schnell sei wie früher, könne ein guter Stan «jeden wegdrücken», ist sich Günthardt sicher. «Seine Schläge sind immer noch vorhanden und die gehören zum besten, was es in den letzten 20 Jahren gab.»
Besonders bei der Rückhand des Romands gerät der Tennis-Experte ins Schwärmen: «Es gibt auch heute noch kaum einen, der die einhändige Backhand so gut spielt wie er. Seine einhändige Backhand ist geschichtsträchtig. Eine Augenweide. Da schlägt das Herz etwas höher als Tennis-Fan.»