12.09.2016 - 09:45, René Weder

Danke für fünf Jahre Grand-Slam-Dominanz!

 

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Stan Wawrinka lässt auch in seinem elften Endspiel in Serie nichts anbrennen. Er holt mit seinem dritten Major-Sieg den insgesamt 20. Männer-Grand-Slam-Titel für die Schweiz. Umgerechnet sind das seit Roger Federers erstem Titel 2003 sagenhafte fünf Jahre Schweizer Grand-Slam-Dominanz. Am Stück!

Man sah es schon im ersten Satz kommen, auch wenn Wawrinka zunächst schnell mit Break zurücklag und einem Rückstand hinterherrennen musste: Das wird ein guter Abend aus Schweizer Sicht. Mit einer unglaublichen Entschlossenheit zermürbte der Lausanner seinen Gegner. Wawrinka schlug den Serben mit dessen eigenen Waffen.

Insbesondere bei den langen Rallys behielt die Weltnummer 3 regelmässig die Oberhand. Djokovic fand keine Antwort auf die brachiale Gewalt, die Ausdauer und die Präzision von Wawrinkas Schlägen. Vor dem Match bezeichnete «Stanimal» seinen Kontrahenten als «mentales Biest». Diese Rolle hielt der Waadtländer dann auf dem Platz aber selber inne.

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Bitte liebe Fans: Aufsaugen und geniessen

Wawrinka gehört mit seinem dritten Major-Sieg definitiv zu den Grossen seines Sports. Wimbledon fehlt noch in seinem Palmares, dann wäre der Karriere-Slam (Stan-Slam) perfekt. Zusammen mit Federers 17 Titeln kommt die Schweiz nun auf 20 Grand-Slam-Siege bei den Männern insgesamt. ZWANZIG! Eine verrückte Zahl für ein so kleines Land.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir in einer Weltsportart immer wieder etwas zu feiern haben. Das ist auch Martina Hingis (fünf Einzeltitel) zu verdanken, die an dieser Stelle auch erwähnt sein muss. Und trotz aller Routine sollten wir nicht vergessen, welche Stellenwerte solche Siege haben. Davon werden viele ihren Kindern und Enkeln erzählen. Denn mit grosser Wahrscheinlichkeit wird die Schweiz als Sportnation so etwas nicht mehr erleben.

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