20.03.2017 - 14:55, mar

«Das mit dem Arschloch betrachte ich als Kompliment»

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Roger Federer und Stan Wawrinka lieferten sich im Final von Indian Wells nicht nur einen unvergesslichen Final, sondern auch eine denkwürdige Siegerehrung. Später spricht Federer über die freundschaftliche Beleidigung, die sich sogar gut anfühlte.

Pure Emotionen übermannten Stan Wawrinka nach dem verlorenen Final von Indian Wells. Wie schon im Halbfinal der Australian Open hat er gegen Roger Federer wieder den Kürzeren gezogen. Wieder fand er einfach kein Mittel, obwohl er wirklich alles versuchte. Bei der Siegerehrung konnte der Romand die Tränen dann nicht mehr zurückhalten.

Federer mag diese Gefühlsausbrüche, wie er später zugibt. «Sport ist emotional. Wenn du gewinnst oder verlierst, sind die Gefühle stärker als du. Ich sehe das gern. Und ich denke, die Fans sehen es auch gern, weil es ihnen zeigt, welche Bedeutung Sieg oder Niederlage für die Spieler haben.» Als Reaktion auf Wawrinkas Tränen begann Federer ihn anzulachen, worauf Wawrinka die Ehrung mit den folgenden Worten begann: «Ich möchte Roger gratulieren. Er lacht, er ist ein Arschloch.»

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Neue Ziele definieren

Im Stadion begriff von den Kommentatoren bis zum letzten Fan jeder, dass dies freundschaftliche Worte waren. Und auch Federer fühlte sich in keinster Beweise beleidigt: «Ich wurde schon oft so bezeichnet, und ich betrachtete das diesmal sogar als Kompliment. Normalerweise sind keine Kameras dabei, wenn das passiert. Auf dem Platz war es das erste Mal, aber es fühlte sich gut an.»

Nun fliegen die beiden Schweizer direkt nach Miami, wo nächste Woche bereits das nächste 1000er-Turnier auf dem Programm steht. Nicht auszuschliessen, dass es im «Sunshine State» zu einer Revanche kommt. Denn nach den Absagen von Andy Murray und Novak Djokovic sind Federer und Wawrinka als Nummer 1 und 2 gesetzt.

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Zuwachs für die One-Handed-Backhand-Boys?

Für Federer geht nach seinem Comeback ohnehin alles viel schneller als geplant. «Das ist zwar kein Problem, aber ich muss meine Ziele nun definitiv anpassen. Jetzt ist es erstmal am Wichtigsten, dass ich mich richtig erhole. Ich hoffe, dass ich in Miami so spät wie möglich starten kann. Ich werde den Plan für den Rest des Jahres nach Miami machen, auch für die Sandplatz-Saison, aber die Ziele sehen nach diesem Traumstart sicher anders aus.»

Sollte es dann trotzdem nicht klappen mit den neu formulierten Zielen, bliebe ja immer noch Federers Boyband «The-One-Handed-Backhand-Boys», mit der er diese Woche einen ähnlichen Höhenflug erlebte und zu der er an dieser Stelle auch Stan Wawrinka die Türen öffnet: «Dafür braucht er seinen Umgangston nicht zu ändern, der passt. Was er vielleicht ändern muss, ist sein Ton als Sänger; ich habe keine Ahnung, wie gut er singen kann. Aber mit einer einhändigen Rückhand ist er für unsere Band problemlos qualifiziert.»

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