15.06.2017 - 16:05, jar

Murray: «Ich habe immer zu Federer und Nadal aufgeschaut»

Die beiden Top-Favoriten für Wimbledon: Andy Murray und Roger Federer.
Bild: EQ

 

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Der Halbfinal-Einzug an den French Open brachte Andy Murray nach dessen Fehlstart in die Saison das Selbstvertrauen zurück. Dennoch glaubt der Schotte nicht, dass er noch lange an der Spitze der Weltrangliste stehen wird.



Bereits in Wimbledon könnte Andy Murray seinen Platz auf dem Tennis-Thron verlieren. Druck verspürt er deswegen aber nicht. «Ich will Wimbledon ja nicht wegen der Weltranglistenpunkte gewinnen», sagt er in einem Interview mit dem «Tagesanzeiger» am Rande der Präsentation des neusten Wagens seines Autopartners Jaguar.

«Ich werde die Nummer-1-Position höchstwahrscheinlich verlieren. Niemand hat sie ewig behalten, und das wird auch bei mir nicht anders sein», fährt der Schotte fort. Man könne es sich da oben schliesslich nicht leisten, mehrere Monate keine Spiele zu gewinnen.

Rafael Nadal und Roger Federer haben die besten Karten, Murray den Platz an der Sonne wegzunehmen. Die beiden Tennis-Giganten seien es auch, die ihn immer wieder motivieren können, gibt der Schotte zu: «Ich habe immer zu ihnen aufgeschaut und musste mich wegen ihnen verbessern, auch dieses Jahr. Ich weiss, wenn ich keine Fortschritte mache, kann ich sie nicht schlagen – und damit auch die grössten Turniere nicht gewinnen».

«Roger und Rafa, die Besten der Geschichte»

In Wimbledon (Start: 3. Juli) wird Murray als Titelverteidiger antreten. «Es ist die Zeit des Jahres, die ich am meisten mag», sagt er. «Ich spiele gerne zu Hause und auf Rasen und habe grossartige Erinnerungen an Queens und Wimbledon.»

Trotz seiner Baisse geht der 30-Jährige beim dritten Grand Slam des Jahres als Favorit an den Start. Auch wenn er dies so nicht stehen lassen will. Murray: «Wenn man die Major-Titel anschaut, sind Roger (18) und Rafa (15) die beiden besten Spieler der Geschichte. Wenn sie fit und gesund sind, ist die Chance immer noch gross, dass sie bei den grössten Turnieren triumphieren».

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