16.07.2017 - 23:30, aktualisiert: 23:55, Aus Wimbledon, René Weder

Federer: «Ich war ein kleiner Junge aus Basel, der vielleicht etwas grössere Träume hatte als andere Buben»

 

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Nach den ersten Feierlichkeiten in der Garderobe und einigen ruhigen Momenten im Kreise der Familie und zusammen mit angereisten Freunden erscheint Roger Federer erleichtert, aber spür- und hörbar emotionaler als in den letzten zwei Wochen zur letzten Pressekonferenz des Turniers. «Das gehöre ebenso dazu, wie das Training», meint Federer, der auch die letzte Tour so souverän meistert, wie die sieben Partien der vorhergegangen 12 Tage zuvor auf dem Centre Court.



Gut vorstellbar, dass sich Federer erst in der Garderobe über die Tragweite seines Triumphs bewusst wurde. Auf dem Court hielt der inzwischen 19-fache Major-Sieger die Emotionen unter Kontrolle, auch als er den Wimbledon-Pokal zum achten Mal entgegen nehmen konnte. 2001 markierte Federer mit dem Sieg hier gegen Pete Sampras einen ersten Meilenstein seiner beispiellosen Karriere. 2003 folgte der erste Turniersieg. Der Rest ist Geschichte.

«Ich habe nie damit gerechnet, dass die Geschichte diesen Weg nehmen wird. Ich hatte meine Träume als kleiner Junge. Vielleicht grössere als andere Burschen in meinem Alter. Aber von acht Siegen an diesem Turnier träumt keiner. Zumal ich ein ganz normaler kleiner Junge aus Basel war. Meine Eltern haben mich nie unter Druck gesetzt. Ich war nie ein Projekt, wie das in unserem Sport leider sonst oft der Fall ist. Meine Eltern halten mich bis heute auf dem Boden», richtet Federer seinen Dank an seine engste Entourage. Auch Ehefrau Mirka erwähnt er mehrfach: «Sie ist die Beste. Ohne sie wäre das alles nicht möglich. Ich habe ein wunderbares Team und hatte immer viel Glück, auch bei meiner Trainer-Wahl.»  

Federer will auch 2018 in Wimbledon antreten

Heute steht für Federer noch das Wimbledon-Dinner auf dem Programm. Schon morgen setzt er sich mit seinen Trainern Severin Lüthi und Ivan Ljubicic zusammen, um die restliche Saison zu planen. Es scheint, als werde Federer dabei auf das 1000er-Turnier in Montreal (ab 7. August) verzichten, danach aber sicher in Cincinnati und bei den US Open spielen. «Danach soll es normal mit der Asien-Tour und den Hallenturnieren in Europa weitergehen», sagt der Baselbieter, der erneut herausstreicht, seit seiner Verletzung im letzten Sommer seinen Fokus auf die zweite Saisonhälfte 2017 gelegt zu haben.

Die Siege in Melbourne, Miami und Indian Wells habe er nie erwarten können. Er sei «unglaublich überrascht» wie das Jahr verlaufe, so Federer, dessen Fans sich noch keine Sorgen über ein bevorstehendes Karriereende machen müssen: «Ich plane immer ein Jahr voraus und ich habe wirklich vor, auch 2018 hier als Titelverteidiger anzutreten. Aber das Wichtigste ist die Gesundheit. Und da bin ich einfach dankbar, wenn sie mir weiterhin die Treue hält.» 

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