09.09.2017 - 10:18

Das verrückte Märchen der Sloane Stephens

Sloane Stephens zeigt an den US Open ein überragendes Comeback.
Bild: Getty Images

Aus New York für Teleclub/Bluewin: Jan Arnet
 

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Ein Jahr lang war Sloane Stephens verletzt. Nur zehn Wochen nach ihrem Comeback steht die 24-jährige US-Amerikanerin im Final der US Open. Ein wahres Märchen.



Viele hätten vor den US Open nicht auf einen Erfolg von Sloane Stephens gewettet. Die junge US-Amerikanerin hatte erst im Juli in Wimbledon nach fast einem Jahr Pause erstmals wieder ein Tennismatch bestritten, nachdem sie am Fuss operiert wurde und lange verletzt ausfiel. 

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In Wimbledon flog sie bereits in der 1. Runde raus, genauso wie bei ihrem nächsten Auftritt in Washington. Stephens – im Oktober 2013 noch die Nummer 11 der Welt, rutschte im WTA-Ranking auf Rang 957 ab – startet seither aber durch. In Toronto und Cincinnati schafft sie es bis in den Halbfinal, wo erst gegen die Top-Spielerinnen Halep und Wozniacki Endstation ist.

An den US Open erreicht Stephens als Nummer 83 mit dem Finaleinzug das beste Ergebnis ihrer Karriere. Mit dem Finaleinzug wird die 24-Jährige einen weiteren Sprung nach vorne machen, nächste Woche wird sie mindestens auf Platz 22 stehen. «Ich kann mir das selber nicht erklären», sagt Stephens nach ihrem Halbfinal-Sieg über Landsfrau Venus Williams. «Es ist unglaublich. Ich weiss nicht, wie ich das schaffen konnte. Ich weiss nur, dass er harte Arbeit war.»

Was die ganze Geschichte noch unglaublicher macht: Stephens kann erst seit fünf Monaten wieder richtig gehen und trainieren. Nach ihrer Fuss-OP postet sie Mitte April ein Video auf Twitter. Mit langsamen Schritten geht sie im Spital den Gang herunter. Ihre Freude darüber ist riesig.

Wenige Tage später trainiert Stephens wieder. Auf einem Stuhl sitzend schlägt sie ein paar Bälle übers Netz.

Stephens weiss, warum sie so stark zurückkehhren konnte. «Ich bin eine echte Kämpferin mit viel Mumm», sagt sie. «Ich gebe niemals auf. Ich gebe einfach immer alles, egal was kommt.»

Jetzt kommt ihr erster Grand-Slam-Final. In der Nacht auf Sonntag (Live-Ticker) trifft sie mit Madison Keys auf eine weitere US-Amerikanerin und eine gute Freundin. «Sie ist eine grossartige Spielerin und dass sie einen Grand-Slam-Final erreicht, bedeutet ja schon einiges», sagt Sloane über ihre kommende Gegnerin.

Angst hat Stephens vor der Weltnummer 16 aber nicht. Sowieso lässt sich die selbstbewusste Rückkehrerin in diesen Tagen von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Mit Ausnahme dieses Insekts ... 

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