06.09.2017 - 00:00, jar

Die verrücktesten Momente in der Geschichte der US Open

 

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Im Jahr 1881 wurden die ersten U.S. National Championships, damals noch in Newport, ausgetragen. Seit 1921 gehen die Spiele in New York über die Bühne. Neben vielen dramatischen Finals erlebte das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres auch andere hochemotionale Momente. Hier sind die verrücktesten und legendärsten Szenen in der Geschichte der US Open.



Sampras übergibt sich auf dem Platz

Der hart umkämpfte Viertelfinal bei den US Open 1996 zwischen Pete Sampras und Alex Corretja ging in den fünften Satz – und da ins Tie-Break, weil es im Gegensatz zu den anderen Grand-Slam-Turnieren in New York beim Stand von 6:6 im Entscheidungssatz zur Kurzentscheidung kommt.

Sampras war total ausgepumpt, schleppte sich über den Platz. Als Corretja den Punkt zum 1:1 machte, kam es dem US-Amerikaner hoch. Sampras übergab sich mitten auf dem Court. Doch der damals 25-Jährige gab nicht auf und kämpfte bis zum Umfallen. Es lohnte sich: Sampras gewann nicht nur das Spiel, sondern Tage später auch das Turnier.

Die Szene im Video ab 4:30:

Jimmy Connors beleidigt den Schiri als «Missgeburt»

Der legendäre Jimmy Connors, zehnfacher Grand-Slam-Sieger (acht im Einzel, zwei im Doppel), war im Spätherbst seiner Karriere und hatte seinen Zenit längst überschritten, als er 1991 eine Wildcard für die US Open bekam.

Da spielte sich der Routinier in einen Rausch, gewann Spiel für Spiel und drang in die Achtelfinals vor, wo er an seinem 39. Geburtstag auf Aaron Krickstein traf. Das Spiel war hart umkämpft, ging in den 5. Satz. Als der Stuhlschiedsrichter einen Ball von Connors im Aus sah, drehte dieser komplett durch und geigte dem Umpire seine Meinung:

«Wie willst du den gottverdammten Ball von hier aus sehen? Schwing deinen Arsch hier runter! Ich kämpfe mich hier mit 39 Jahren über den Platz und du machst das?! Das war ganz klar mein Punkt, du Missgeburt!»

Trotz weiteren Beleidigungen gegenüber des Schiedsrichters durfte Connors weiterspielen. Und gewann das Match am Ende sogar.

Serena Williams verliert Halbfinal wegen Fussfehler

Unvergessen bleibt auch der Frauen-Halbfinal zwischen Serena Williams und Kim Clijsters im Jahr 2009. Nach dem Verlust des 1. Satzes stand Williams auch im Zweiten mit dem Rücken zur Wand, es stand 5:6 und 15:30 aus Sicht der US-Amerikanerin.

Dann passierte Unglaubliches: Serena machte beim zweiten Aufschlag einen Fussfehler – Clijsters hatte Matchball. Williams wollte dies nicht akzeptieren und ging auf die Linienrichterin los. «Ich schwöre bei Gott, ich werde diesen Ball nehmen und ihn dir in deinen verdammten Hals stecken, hast du mich verstanden?», schimpfte sie.

Dafür gab es eine Verwarnung. Und weil es bereits die zweite war, gab es einen Strafpunkt. Clijsters hatte ja Matchball, somit beendete die Entscheidung letztendlich auch das Match.

Nastase weigert sich zu spielen, wird disqualifiziert und spielt dann doch weiter

Ilie Nastase sorgte in diesem Jahr mit rassistischen und sexistischen Aussagen für Aufregung. Negativ-Schlagzeilen schrieb der Rumäne aber schon in seiner Aktiv-Zeiit als Tennisspieler. Bei den US Open 1979 zum Beispiel, als er in der 2. Runde auf John McEnroe traf.

Um den damals 20-jährigen McEnroe einzuschüchtern, beleidigte Nastase seinen Gegner immer wieder und veruchte, das Spiel zu verzögern. Irgendwann wurde es dem Schiedsrichter zu bunt, er sprach im vierten Satz bei Stand von 2:1 für McEnroe bereits die dritte Verwarnung gegen Nastase aus. Daraufhin weigerte sich Nastase, weiterzuspielen – Augenblicke später wurde er deswegen vom Schiedsrichter disqualifiziert.

Die Zuschauer gerieten dann komplett in Rage, warfen Bierdosen auf den Platz versuchten sogar, den Court zu stürmen. Turnierdirektor Bill Talbert, der offenbar noch schlimmere Ausschreitungen befürchtete, lief auf den Platz und hob nach 18 chaotischen Minuten die Entscheidung wieder auf. Nastase durfte weiterspielen – und tat das auch. Nur vier Games später entschied McEnroe die wohl verrückteste Partie in der Geschichte der US Open dennoch für sich.

Die besten Punkte

Neben all den Verrücktheiten waren die US Open aber natürlich auch immer Schauplatz für hochklassiges Tennis. Legendär sind auch einzelne Punkte, wie etwa diese drei:

1. Jimmy Connors' unbändiger Kampfgeist.

2. Andre Agassis No-look-Smash

3. Federers Tweener-Winner

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