05.09.2017 - 16:30, wer

Petra Kvitova: Ein Wunder, dass sie überhaupt noch Tennis spielen kann

USA TENNIS US OPEN GRAND SLAM 2017

Petra Kvitova fliegen die Herzen in New York entgegen.
Bild: Keystone

 

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Petra Kvitova sorgt neun Monate nach einem Überfall in ihrer Heimat wieder für Furore auf dem Tennis-Court. Heute kursiert ein unappetitliches Bild ihrer Verletzung von damals im Netz und man wird sich bewusst: Es ist ein Sport-Wunder, dass Kvitova überhaupt wieder spielen kann.



Ende des letzten Jahres wurde Petra Kvitova Opfer eines Verbrechens: Die Tschechin wurde zu Hause überwältigt, mit einem Messer attackiert und ausgeraubt. Der Täter verletzte die zweifache Wimbledon-Siegerin dabei schwerwiegend an der linken Schlaghand. Die Schnittwunden waren so tief, dass man von Glück reden muss, dass die Ärzte überhaupt alle Finger retten konnten.  

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Petra Kvitova nach der Operation am 23. Dezember 2016.
Bild: Keystone

Auf Twitter kursiert nun ein Bild, das wir an dieser Stelle nicht zeigen wollen (für die Hartgesottenen unter Ihnen: Hier gehts zum Tweet). Es zeigt die Verletzung in ihrem vollen Ausmass: Mehrere klaffende Wunden, tiefe Schnitte, der Zeigefinger ist beinahe vollständig abgetrennt. Neben dem Bild ist ein aktuelles Foto der Hand zu sehen, wie sie sich heute präsentiert. Ein paar Narben sind geblieben, ansonsten ist alles wieder da, wo es hingehört.  

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«Ich bin einfach nur glücklich. Nach meiner Rückkehr geniesse ich jeden dieser Momente noch mehr.»

Petra Kvitova in New York

«Ich wusste damals nicht, wo die Reise hinführt. Jetzt stehe ich hier und erlebe ein Happy End.»

Petra Kvitova nach dem Viertelfinaleinzug

«Ich bin ängstlicher geworden, und mein Leben ist immer noch ein bisschen komisch. Ich hoffe, eines Tages wird es wieder normal sein.»

Petra Kvitova

Nun läuft Kvitova, deren Karriere ernsthaft in Gefahr stand, in New York wieder zur Bestform auf. Im Viertelfinal trifft die fünffache Fed-Cup-Siegerin auf Lokalmatadorin Venus Williams, nachdem sie im bisherigen Turnierverlauf keinen Satz abgab und der Reihe nach Jankovic, Cornet, Garcia und Muguruza eliminierte.

Kvitova ist «eine Heldin»

Gegen Williams (ab 1 Uhr Schweizer Zier im Ticker) wird ein emotionales Duell erwartet: Auf der einen Seite die Amerikanerin, die 20 Jahre nach ihrer ersten US-Open-Teilnahme ihre Karriere krönen will. Auf der anderen Seite die Tschechin, der die Herzen in New York dank ihres fulminanten Comebacks nur so entgegen fliegen. Für eine geht der Traum weiter, für die andere ist im Viertelfinal Endstation. Gewonnen haben beide schon jetzt, aber wer so weit gekommen ist, der möchte auch den Titel. Auch wenn Kvitova schon nach dem Achtelfinale sagte: «Das hier ist ein Happy End.»

Der spanische Tennis-Journalist, der die Verletzung von Kvitova postete, schreibt übrigens unter seinen Tweet: «Es ist nötig, allen zu zeigen, dass sie eine Heldin ist.»

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