07.09.2017 - 12:40, Redaktion

US Open Tagesticker – Tag 10 – Federer nach Viertelfinal-Out: «Es ist besser, dass ich raus bin»

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Das letzte Major-Turnier des Jahres steht auf dem Programm: Hier halten wir Sie über die wichtigsten Geschehnisse rund um das Turnier in Flushing Meadows auf dem Laufenden.



Federer: «Es ist besser, dass ich raus bin»

Nach seinem verlorenen Viertelfinal gegen Juan Martin del Potro gibt sich Roger Federer gefasst und bescheiden. Der Schweizer sagt sogar: «Es ist besser, dass ich raus bin und ein anderer die Möglichkeit bekommt, es besser zu machen». Er fühle sich aktuell nicht in der Lage, mit den Besten mitzuhalten, so Federer. «Meiner Meinung nach ist das, was ich gerade spiele, nicht genug um dieses Turnier zu gewinnen. Del Potro hat bessere Chancen als ich, um gegen Nadal zu bestehen. Er ist verdient weiter.»

War der Maestro doch nicht so fit, wie er vor dem Viertelfinal versprach? «Dadurch dass ich immer einen Tag Erholung zwischen den Spielen hatte, ging es», sagt Federer. Er wisse nicht, ob er das so hätte durchziehen können, wenn er wie bei einem Masters jeden Tag ein Match gehabt hätte. «Aber ich wurde immer wieder schnell müde und die Spritzigkeit fehlte mir. Ich weiss, dass ich viel besser spielen kann. Das wisst ihr auch.»

«Wäre gegen Rafa mit einem negativen Gefühl angereten»

Auch mental sei er nicht immer auf der Höhe gewesen, gibt der Schweizer zu. «Ich wäre gegen Rafa sicher auch okay gewesen. Aber ich wäre bestimmt nicht so stark gewesen wie in Australien, Miami oder Indian Wells.» Klar wäre für die Fans ein Duell um die Nummer 1 cool gewesen, «aber ich wäre wohl mit einem negativen Gefühl in den Match gegangen».

Jetzt braucht Roger erstmal eine Pause. «Ich mache jetzt eine Woche Ferien. Entspannen, relaxen, bis ich wieder mit trainieren anfange. Bis zum Laver Cup geht es zum Glück noch über zwei Wochen.» Er glaube aber nicht, dass ihm der Rücken weiter gross zu schaffen machen wird.

Federer wirkt mehr erleichtert als traurig nach dem verlorenen Spiel. Der 36-Jährige sagt auch, es sei zwar nie schön, als Verlierer vom Platz zu gehen, «aber in meinem Alter und mit der Saison, die ich bisher hatte, ist es einfacher für mich, solche Niederlagen wegzustecken».

Die Highlights des Spiels im Video

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Federer scheitert im Viertelfinal an Del Potro

Roger Federer scheidet an den US Open im Viertelfinal gegen Juan Martin del Potro aus. Der Scheizer unterliegt in vier Sätzen 5:7, 6:3, 6:7, 4:6 und verpasst damit auch die Möglichkeit, nächste Woche wieder die Weltnummer 1 zu werden.

Spielentscheidend war der dritte Satz, in dem Federer im Tie-Break vier Satzbälle vergab und Del Potro dagegen seinen ersten nutzen konnte. Der Argentinier trifft im Halbfinal auf Rafael Nadal.

Hier geht's zum Matchbericht!

 

 

Die besten Bilder der US Open

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Keys macht US-Triumph perfekt

Madison Keys steht nach ihrem Zweisatz-Sieg gegen die Estin Kaia Kanepi (6:3, 6:3) als vierte Halbfinalistin fest. Und macht damit klar, dass die Siegerin des Damen-Einzels auf jeden Fall aus den USA kommt. Vor Keys haben mit Venus Williams, Sloane Stephens und Coco Vandeweghe schon drei andere US-Amerikanerinnen die Runde der letzten vier erreicht. Ein rein-amerikanisches Halbfinal-Tableau hatte es zuletzt 1981 gegeben.

Für Kanepi geht das US-Open-Märchen zu Ende. Die Estin kann sich neben 470'000 Dollar Preisgeld und einem Sprung um 300 Plätze nach oben im Ranking auch damit trösten, dass sie erst als zweite Qualifikantin nach Barbara Gerken 1981 die Viertelfinals in Flushing Meadows erreicht hat.

Im Halbfinal bekommt es Keys mit Vandeweghe zu tun. Williams spielt gegen Stephens um den Finaleinzug.

Nadal steht im Halbfinal und wartet auf Federer

Rafael Nadal braucht nur gerade 96 Minuten, um mit einem 6:1, 6:2, 6:2 gegen den jungen Andrej Rublev in den Halbfinal einzuziehen. Dort könnte der Gegner Roger Federer heissen.

Im ersten Duell gegen Rublev (ATP 53) war Nadal dem 19-Jährigen aus Moskau in allen Belangen überlegen. Vor allem bei eigenem Service bekundete der Sohn eines Boxers und einer Tennistrainerin im ersten Grand-Slam-Viertelfinal seiner Karriere enorme Mühe. Nadal gelangen in elf Aufschlagspielen des Russen sieben Breaks, wobei Rublew sieben Doppelfehler unterliefen.

In der Runde der letzten vier trifft der zweifache US-Open-Champion Nadal (2010 und 2013) am Freitag auf den Sieger der Partie zwischen Roger Federer und Juan Martin Del Potro. Sollte Federer sich in der Nacht qualifizieren, geht es im Halbfinal zwischen den beiden um die Nummer 1.

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Pliskova verliert Viertelfinal und Nummer 1

Karolina Pliskova scheitert im Viertelfinal an der US-Amerikanerin Coco Vandeweghe in zwei Sätzen mit 6:7, 3:6. Damit verpasst die Tschechin nicht nur den Einzug in die Halbfinals, sondern wird nächste Woche auch als Weltnumer 1 abgelöst. Die Spanierin Garbine Muguruza, die an den US Open schon im Achtelfinal ausschied, wird die Weltrangliste ab Montag anführen.

Vandeweghe trifft im Halbfinal auf die Siegerin der Partie Madison Keys gegen Kaia Kanepi. Keys könnte mit einem Sieg gegen die Qualifikantin Kanepi den Triumph der US-Girls perfekt machen. Mit Venus Williams, Sloane Stephens und Vandeweghe stehen schon drei andere US-Amerikanerinnen sicher in der Runde der letzten vier.

Fognini sagt Sorry

Fabio Fognini bat nach seinem unsportlichen Verhalten bei den US Open öffentlich um Verzeihung. «Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich angegriffen gefühlt haben, besonders bei den Frauen», sagte der 30-Jährige dem italienischen Fernsehsender Sky TV: «Als Sexist bezeichnet zu werden, verletzt mich, denn das stimmt nicht.»

Der Italiener wurde in der vergangenen Woche vom Turnier in New York ausgeschlossen, nachdem er sich bei seiner Erstrunden-Niederlage einen verbalen Ausrutscher geleistet und die Stuhlschiedsrichterin beleidigt hatte. «Ich weiss, dass ich etwas ernsthaft falsch gemacht habe», so Fognini.

Wer gewinnt das Duell der Publikumslieblinge?

Roger Federer und Juan Martin del Potro sind neben Rafael Nadal die grossen Publikumslieblinge in New York. Während sich der Spanier in Vergangenheit aber auch schon mal abschätzig über das Turnier, insbesondere die teils chaotischen Bedingungen, äusserte, betonten Federer und Del Potro stets, wie sehr sie die elektrisierende Stimmung beim letzten Grand Slam Turnier des Jahres schätzten.

Federer, ohnehin überall Publikumsmagnet und Sympathieträger, muss heute erstmals seit langem mit Gegenwind aus dem Publikum rechnen. Denn die Geschichte Del Potros, der sich nach so vielen Verletzungen und kurz vor dem Karriereende stehend wieder zurück kämpfte, ist aus dem Stoff, den die Amerikaner lieben. Und der Argentinier kann sich ohnehin stets auf seine treue, bisweilen laute Anhängerschaft verlassen. Das war auch im Achtelfinal gegen Dominic Thiem so, als der 28-Jährige einen 0:2-Satzrückstand drehte und vom Publikum, vielen Argentiniern, förmlich zum Sieg getragen wurde.

Doch klar ist: Del Potro muss heute über sich hinauswachsen, will er Federer gefährlich werden. So wie 2009 im Endspiel an selber Stätte, als er den Baselbieter bezwingen und seinen bisher einzigen Grand-Slam-Sieg feiern konnte. Für die Masochisten unter Ihnen, hier das Spiel von damals in voller Länge:

Stephens Kampf auf der Pressekonferenz

Sloane Stephens steht erstmals im Halbfinale der US Open. Die 24-Jährige Amerikanerin setzte sich gegen die an Position 16 gesetzte Anastasija Sevastova aus Lettland 6:3, 3:6, 7:6 (7:4) durch. In einem spannenden Viertelfinale über rund zweieinhalb Stunden verwandelte Stephens, angetrieben von den Zuschauern, ihren ersten Matchball.

Als Weltranglisten-83. ist Stephens die niedrigst platzierte Spielerin im Halbfinale seit Angelique Kerber 2011. Stephens war nach einer Fussoperation und einer elf Monate langen Verletzungspause in Wimbledon auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Dass sich die Amerikanerin bester Laune erfreut, liegt auf der Hand. Das zeigt sich auch auf der Pressekonferenz, als sie sich mit einem kleinen Insekt einen Kampf auf Leben und Tod liefert.

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Der Kracher des Turniers: Del Potro fordert Federer

Roger Federer bestreitet seinen Viertelfinal beim US Open gegen Juan Martin Del Potro in der Night Session. Die Partie beginnt in der Nacht auf Donnerstag gegen 3 Uhr Schweizer Zeit.

Bei Federer sind vor dem Tennis-Kracher die Erinnerungen sofort wieder da. Die Erinnerungen an 2009, dem Jahr seiner Hochzeit, der Geburt seiner Töchter und seinem einzigen French-Open-Sieg. Aber auch einer völlig überraschenden Endspielniederlage in New York gegen den Argentinier Del Potro. Fünfmal nacheinander hatte Federer zuvor das Grand-Slam-Turnier in New York gewonnen, der damals 20-jährige Südamerikaner beendete seine Erfolgsserie.

«Ich hatte all diese Chancen. Es ist eines der Matches, das ich noch einmal spielen würde», sagt Federer. Heute Nacht wird es nun erneut zum Duell mit «Delpo» kommen. Und zwar nur, weil der jahrelang von Handgelenksverletzungen zurückgeworfene Del Potro ein mitreissendes Achtelfinale gewann, bei dem er schon wie der sichere Verlierer aussah.

«Er war so lange weg, dass es schön ist, zu sehen, dass er wieder solche Matches spielt», sagte Federer und bedauerte dessen ständige Blessuren: «Es tat mir so leid für ihn, weil ich glaube, er hatte eine berechtigte Chance, die Nummer eins damals zu werden.» Nach insgesamt drei Handgelenksoperationen kämpfte sich Publikumsliebling Del Potro zurück. Zwei Jahre hatte der Olympia-Zweite von Rio zwischendurch fast komplett pausieren müssen.

Das Generationen-Duell

Ist der Einzug ins Viertelfinale bei den US Open für Rafael Nadal ein gutes Omen? Als der Mallorquiner in Flushing Meadows letztmals so weit kam, gewann er am Ende den Titel. Das war 2013. Sein Gegner am Mittwoch ist der 12 Jahre jüngere Überraschungsmann Andrej Rublew. Hier gehts zur Vorschau. Die Partie beginnt um ca. 19:30 Uhr Schweizer Zeit.

Das aktuelle Männer-Tableau

Das aktuelle Frauen-Tableau

Die Spiele am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag

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