11.09.2017 - 15:30, mar

Pat Cash: «Federer wird auch 2018 der Massstab für alle anderen sein»

 

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Zwei Grand-Slam-Titel für Roger Federer, zwei für Rafael Nadal. Die langjährigen Dauerrivalen kann man ohne Zweifel schon jetzt als die Überflieger dieser Saison bezeichnen. Geht es nach Pat Cash, wird sich das auch nächstes Jahr nicht gross ändern.



Das Legenden-Rennen ist neu lanciert. Mit dem Triumph in New York kommt Rafael Nadal nun auf 16 Grand-Slam-Titel in seiner Karriere. Roger Federer steht bei 19. Während die Tennis-Welt rätselt, ob es bei diesem Zahlenvergleich tatsächlich noch einmal spannend werden könnte, kann man sich zurecht auch die Frage stellen, wie wichtig die Protagonisten die Vergleiche selbst beurteilen.

Der frühere Top-Spieler Pat Cash zumindest glaubt nicht, dass für Federer und Nadal das Grand-Slam-Rennen oberste Priorität hat: «Wir alle sind besessen von diesen Zahlen und diesem Hype. Die Spieler hingegen sind einfach glücklich, noch immer auf den Platz gehen zu können und zu den Besten der Welt zu gehören», sagt der Australier gegenüber «BBC». 

Zwar haben einige junge Spieler wie Alexander Zverev oder Dominic Thiem erstmals klar deutlich gemacht, dass sie die Zukunft im Tennis sein könnten. Mit einzelnen Turniersiegen haben sie das unterstrichen. Für den ganz grossen Exploit bei einem Grand-Slam-Turnier reichte es dennoch nicht.  

Das neue Erfolgsmodell?

Gemäss Cash wird sich das auch 2018 nicht ändern. «Federer hat dieses Jahr genau ein Grand-Slam-Match verloren. Und das gegen einen äusserst starken Juan Martin del Potro», so die nüchterne Zusammenfassung. «Wenn er sich nicht noch ernsthaft verletzt, wird Federer auch 2018 der Massstab für alle anderen Spieler sein.»

Er – und eben Nadal. «Ich muss ehrlich zugeben, dass auch ich letzte Saison Nadal ein Karrierenende nahe gelegt hätte. Nach zwei oder drei Jahren durchschnittlichem Tennis, das er gezeigt hatte, wollte ich ihn einfach nicht so abtreten sehen.» Aber dann kehrte Nadal mit frischen Kräften Anfang Jahres in Abu Dhabi auf den Court zurück und Cash traute seinen Augen kaum: «Ich fragte mich bloss, wie kann dieser Mann den Ball wie aus dem Nichts wieder 20 bis 25 Prozent härter schlagen?»

Die Antwort darauf: Weil er trainiert und an sich gearbeitet hat. Genauso wie Federer auch. Das Auszeit-Modell hat sich derart bewährt, dass andere Top-Spieler wie Novak Djokovic, Andy Murray oder Stan Wawrinka sich von einer längeren Absenz jetzt das gleiche Wunder erhoffen. Doch ob diese Rechnung auch bei ihnen aufgeht?  

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