05.09.2017 - 17:45, pat

Coach Bresnik knallhart: «Weiss nicht, was in seinem Kopf vorgeht»

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Es war das bislang spektakulärste Spiel der diesjährigen US Open: Dominic Thiem gegen Juan Martin del Potro. Der gesundheitlich angeschlagene Argentinier scheint zwei Sätze lang chancenlos, doch dann kämpft er sich eindrücklich zurück. Nach der Partie geht Günter Bresnik, Thiems Coach, mit seinem Schützling hart ins Gericht.



Den ersten Satz sichert sich Thiem mit 6:1, den zweiten mit 6:2. Doch der «Turm von Tandil» gibt sich nicht geschlagen und schlägt zurück, mit einem 6:1 sichert er sich den dritten Umgang. Im vierten gerät Del Potro dann aber wieder arg in Rücklage. 2:5 und 0:30 liegt er hinten, doch es kommt nicht zum Matchball. Deren zwei hat Thiem aber im vierten Satz beim Stand von 6:5 aus seiner Sicht. Doch in diesen wichtigen Momenten zeigt Del Potro keinerlei Nerven und wehrt beide Matchbälle mit Assen ab. Der fünfte und alles entscheidenden Satz geht dann mit 6:4 an den Publikumsliebling aus Argentinien. Die Zuschauer sind vom gebotenen Spektakel begeistert.

Thiem, der schon zum dritten Mal im Verlauf der Nordamerika-Tournee (Anderson, Schwartzman, Del Potro) ein Spiel nach Matchbällen verloren hat, meint nach der Schlacht: «Das einzige Match, wo es wirklich bitter war, war gegen Schwartzman. Bei den vier Matchbällen habe ich zwei, drei Mal grosse Chancen gehabt. Heute serviert er zwei perfekte Asse, da kann ich nichts machen. Gegen Anderson war ich auch nie in der Nähe, dass ich den Matchball verwandle.» Er werde noch einige Spiele verlieren, in denen er Matchbälle habe, doch auch das Gegenteil werde eintreffen. Das gleiche sich im Laufe eines Jahres aus, «auf der Nordamerika-Tour war es halt gegen mich.»

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Coach Günter Bresnik geht da mit seinem Schützling deutlich härter ins Gericht: «Der Verlauf im Sommer war nicht günstig. Gegen Anderson war es noch eine gute Partie, dann sind die Matches immer schlechter geworden. Gegen Ferrer (in Cincinnati, Anm. d. Red.) war es zum Beispiel grottenschlecht und auch die Partie gegen Schwartzman war schlecht, das hat er sich rein selbst vorzuwerfen.» Besonders enttäuscht ist Bresnik aber über das eben Gezeigte. Vor allem der dritte Satz, den Thiem leichtfertig in einer halben Stunde abgibt, stösst ihm sauer auf: «Jemanden wieder so ins Spiel bringen, da kann man nicht einmal jugendlicher Leichtsinn sagen. Ich weiss nicht, was in seinem Kopf da vorgeht.»

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Günter Bresnik sucht die Fehler bei seinem Schützling.
Bild: Getty Images

Del Potro, der wegen einer Erkältung und Fieber zwei Tage vorher noch im Bett lag, meint nach dem Spiel, dass ihm der leicht gewonnene Satz sowie die grosse Unterstützung des Publikums geholfen hätten, nochmal alles reinzuwerfen. Mit Erfolg! Im Viertelfinal trifft Del Potro nun auf Roger Federer. Dort wird er sich einen solchen Fehlstart kaum erlauben dürfen.

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