08.01.2018 - 17:20, mar

Alles spricht für Roger Federer. Alles ausser ...

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Wer kann Roger Federer in Melbourne überhaupt aufhalten?
Bild: Getty Images

 

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Vor einem Jahr war er nach seiner halbjährigen Abwesenheit bloss eine Wundertüte mit einem harten Draw. Dieses Jahr ist Roger Federer in Melbourne wieder der Top-Favorit. Vieles spricht für seinen 20. Grand-Slam-Titel, wenn da nicht die jungen Wilden wären.



Die Buchmacher sind sich einig: Bei den Australian Open führt dieses Jahr kein Weg an Roger Federer vorbei. Er ist klarer Favorit vor Rafael Nadal, Novak Djokovic und Alexander Zverev. Bei Nadal und Djokovic weiss man nach ihren jüngsten Verletzungen noch nicht genau, wo sie stehen. Zverev bekam zuletzt im zweiten und dritten Satz des Hopman-Cup-Einzels gegen Federer eine Lehrstunde erteilt. Insofern muss man sich schon fragen, wer für Federer denn ernsthaft zur Gefahr werden könnte.

Der «Maestro» selber ist genauso optimistisch wie seine Kritiker. In Perth blieb er in vier Einzel und vier Doppel unbesiegt. «Ich habe mir in den Ernstkämpfen bestätigen können, dass ich gut und richtig trainiert habe. Ich bewege mich gut, serviere gut, bin körperlich in Form, und auch die Konzentration stimmt», sagt er nach dem 2:1­Finalsieg über Deutschland.

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Der Mut beim Return

Ein Selbstläufer wird das Turnier in «Down Under» für Federer aber mit Sicherheit nicht. Neben seinen Dauerrivalen Nadal und Djokovic könnten insbesondere Grigor Dimitrov, Nick Kyrgios oder David Goffin zu Stolpersteinen werden. Gerade Goffin hatte zuletzt in London, als es keiner erwartete, bewiesen, wie man Federer auch in Bestform schlagen kann.

Nach seinem Überraschungssieg meinte der Belgier damals, er wisse selber nicht genau, was der Schlüssel zum Erfolg gewesen sei, er habe einfach einen super Tag erwischt. Wenn man sich die Statistiken etwas genauer ansieht, fiel aber etwas besonders auf. Federer verlor im Verlauf des Matches immer mehr Punkte bei zweitem Service. Das lag daran, dass Goffin die zweiten Aufschläge zunehmend härter returnierte. Im ersten Satz lag die durchschnittliche Return-Geschwindigkeit von Goffin noch bei 102 Stundenkilometern, im dritten kam er auf unglaubliche 122 Stundenkilometer. Auch mit der Rückhand machte immer mehr Druck. Der Mut zu mehr Aggressivität wurde belohnt.

Auch wenn Federer seinen zweiten Service einst als einen seiner besten Schläge bezeichnete, ist er mittlerweile genau hier verwundbar. Und seine Gegner werden nicht zögern, diese Schwäche auszunutzen, wenn sie ohnehin als Aussenseiter in die Partie steigen.

«Nicht speziell unter Druck setzen»

Federer wird sich darüber aber nicht den Kopf zerbrechen. Er will es, bevor es nächsten Montag endlich losgeht, gewohnt ruhig angehen. Mit seiner Familie verbringt er in der Regel noch einige Tage abseits des Rummels von Melbourne, um dann rechtzeitig für seine erste Hürde ausgeruht und frisch zu sein. Dass die Erwartungen viel grösser sind als vor zwölf – Monaten, belastet ihn nicht. «Ich freue mich auf die Rückkehr an den Ort, wo ich meinen märchenhaften Lauf startete.» Er fühle sich bereit, «und ich werde versuchen, mich nicht speziell unter Druck zu setzen.»

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Aus dem Familienalbum von Mirka und Roger Federer

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  • TENNIS ATP MASTERS 2012 INDIAN WELLS
  • TENNIS AUSTRALIAN OPEN MELBOURNE 2013
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