09.01.2018 - 10:00, wer

Kann Bencic den Rückenwind in diesem Jahr nützen?

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Belinda Bencic beeindruckte am Hopman Cup an der Seite von Roger Federer.
Bild: Getty Images

 

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Belinda Bencic startet mit viel Rückenwind in das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Doch Vorsicht: Das war im letzten Jahr nicht anders.



Den Federer-Effekt spürte Bencic schon vor einem Jahr beim Hopman Cup. Zwar reichte es im Vergleich zur diesjährigen Ausgabe nicht zum Sieg, dennoch war die Zuversicht gross, als wenige Tage später der erste Aufschlag in Melbourne erfolgte.

Es sollte indessen der Anfang eines Seuchenjahres werden: Bencic scheiterte in der ersten Runde und verpasste danach die folgenden Majors. Die Tennis-Hoffnung musste sich einer Operation am Handgelenk unterziehen lassen und kämpfte sich gegen Ende der Saison über ITF- und WTA-Challenger-Turniere zurück auf die Tennis-Landkarte. So fulminant, euphorisch und gut gelaunt sie beim Hopman Cup startete, so tief war der anschliessende Fall der jungen Ostschweizerin.

Weniger Turniere als in früheren Jahren

Nun soll alles anders werden – und die Zeichen stehen gut, dass Bencic, deren beste Weltranglistenplatzierung Rang 7 im Februar 2016 war, den Sprung zurück in die Top 10 schafft. Die 20-Jährige konnte an der Seite von Roger Federer viel Motivation tanken: «Es war grossartig, mit ihm zu sein, mit ihm zu trainieren, von seiner Erfahrung profitieren zu können, ihn spielen zu sehen. Ich muss alles mitnehmen, was ich von ihm lernen kann», sagte sie nach dem Triumph in Perth.

Zudem hat Bencic mit ihrem neuen Trainer Iain Hughes neue Prioritäten gesetzt und sich vielleicht auch hier etwas von Federer inspirieren lassen: Sie will weniger Turniere spielen als in früheren Jahren, wo sich bereits als Teenagerin erste Abnützungserscheinungen bemerkbar machten.  

«Ich spiele nicht des Geldes wegen Tennis»

Bencic, derzeit als Nr. 77 im Frauen-Ranking aufgeführt, ist sich bewusst, dass in Melbourne auch vieles von der Auslosung abhängt. Schlimmstenfalls droht der Schweizerin eine Top-10-Spielerin in den ersten zwei Runden. Dass sie auch diese schlagen kann, hat ihr Sieg gegen Coco Vandeweghe (Nr. 10) beim Hopman Cup gezeigt.

Bleibt Bencic gesund und frei im Kopf, muss man sie aber bereits zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Obwohl im Moment die Freude überwiegt, überhaupt wieder konkurrenzfähig auf dem Court stehen zu können. «Ich bin vor allem happy, zurück zu sein und vor so vielen Leuten spielen zu können. Das ist viel besser, als frustriert und verletzt zu Hause zu sein. Ich spiele ja auch Tennis, um es zu geniessen, nicht wegen des Geldes oder der Ranglisten. Das möchte ich so halten und vor allem gesund bleiben», so die Flawilerin gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Was trauen Sie Belinda Bencic in Melbourne zu?

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