12.01.2018 - 09:45, mar

«Erst der Kaiserschnitt, danach lief alles schlecht»

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Nach der Geburt ihres Töchterchens ist Serena Williams sportlich noch nicht da, wo sie Anfang des Jahres wieder sein wollte. Ihr Comeback hat sie deshalb verschoben und spricht erstmals über ihre schwere Geburt.



Mit 23 Grand-Slam-Titeln ist Serena Williams einfach das beste Aushängeschild für das Frauentennis. Kein Wunder vermisst man die Amerikanerin seit rund einem Jahr sehnlichst auf der Tour. Eigentlich wollte sie bei den Australian Open nach ihrer Mami-Pause nun wieder angreifen. Williams hat  jedoch realisiert, dass es dafür doch noch zu früh ist und ihr Comeback auf Indian Wells verschoben. 

Am Erfolgshunger mangelt es ihr nach wie vor nicht, wie sie in einem Interview mit der amerikanischen «Vogue» betont: «Ich möchte es noch einmal deutlich sagen: Ich will mehr Grand Slams. Es ist kein Geheimnis, dass ich 25 Triumphe im Blick habe», sagt die 36-Jährige. Der Nachwuchs, so Williams, gebe ihr noch mehr Kraft für diese Aufgabe. Die Geburt habe ihr viele Ängste genommen.

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Sechs Wochen ans Bett gefesselt

Die Tennisqueen spricht erstaunlich offen über die vergangenen Monate, über die Geburt und ihre ersten Wochen als Mama. Von einer unkomplizierten Geburt kann man bei der Amerikanerin definitiv nicht sprechen. Am 1. September musste ihre Tochter mit einem Not-Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden. Die Herzschlagfrequenz des Kindes sei während der Wehen dramatisch gesunken. Der Eingriff sei gut verlaufen, «danach lief alles schlecht».

Demnach seien bei einer Routine-Untersuchung verschiedene Blutklumpen in ihrer Lunge entdeckt worden. Williams musste Gerinnungshemmer einnehmen. Der damit verbundene Hustenanfall führte dazu, dass die Kaiserschnittnarbe wieder aufriss, Blut lief in den Bauchraum. Mehrere Eingriffe waren nötig. Insgesamt sechs Wochen lang habe sie das Bett nicht verlassen können.

Im Wechselbad der Gefühle

Danach folgte eine emotionale Achterbahnfahrt für die erfolgsverwöhnte Tennisspielerin. Immer wieder weinte sie. «Keine Ahnung, wie oft ich heulte. Aber dann fragte ich mich: Warum bin ich so traurig, wenn ich ein wunderschönes Baby habe?» Manchmal sei sie am Boden zerstört gewesen, wenn die Kleine geweint habe: «Ich dachte: Mann, das schaffe ich niemals.»

Aber sie kriegte es hin. Heute ist Serena Williams wieder glücklich, sogar überwältigt vom Glück. Ihrer Tochter will sie zeigen, wie sie selber jedem Traum nacheifern kann und dass es keine Grenzen gibt. Und sich selber will sie den Traum von 25 Grand-Slam-Titeln erfüllen. Ob es dafür schon dieses Jahr reicht? Der Glaube daran ist jedenfalls vorhanden.

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