05.01.2018 - 16:30, jar

Australian Open: Keine Wildcard für Skandalnudel Tomic

Bernard Tomic wird die Australian Open wahrscheinlich verpassen.
Bild: Getty Images

 

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Er galt einst als Mega-Talent und war Australiens grösste Tennis-Hoffnung. Mit 25 Jahren hat Bernard Tomic sein Karriere-Tief erreicht, für Schlagzeilen sorgt er nur noch mit verwirrenden Aussagen. Selbst bei seinem Heimturnier in Melbourne scheint Tomic unerwünscht zu sein.



Vor einem Jahr noch war Bernard Tomic in Melbourne als Nummer 27 gesetzt, nicht wenige australische Fans erhofften sich vom 1,95-Meter-Hünen einen Exploit. In der dritten Runde war aber bereits Endstation für Tomic, danach begann seine Talfahrt: Nur noch zehn Siege konnte der Australier im ganzen Jahr 2017 einfahren, bei den restlichen drei Grand Slams scheiterte er jeweils in der ersten Runde.

Der Negativ-Höhepunkt erfolgte in Wimbledon. Gegen Mischa Zverev ging Tomic sang- und klanglos in drei Sätzen unter. Nach der Partie sagte er, dass er sich gelangweilt habe und es schwierig sei, Motivation zu finden. «Nur, wenn Roger Federer das auch macht», antwortete Tomic einem Reporter, der wissen wollte, ob er die 50'000 Pfund Antrittsgage nun zurückzahlt. Nicht zum ersten Mal sorgte er mit solchen Aussagen für Kopschütteln.

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In der Weltrangliste ist Tomic mittlerweile auf Rang 140 abgestürzt. Damit ist er für die am 15. Januar beginnenden Australian Open nicht gesetzt. Mit einer Wildcard, welche er als Youngster schon drei Mal erhielt, sollte seiner Teilnahme aber nichts im Wege stehen – könnte man meinen. Doch weit gefehlt. Wie Craig Tiley, der Turnierdirektor der Australian Open, verlauten lässt, wird Tomic dieses Jahr keine Wildcard erhalten. «Er bekommt keine Wildcard. Er muss durch die Qualifikation gehen, die nächste Woche startet», wird Tiley auf «abc.net.au» zitiert.  

Ob Tomic aber wirklich Lust auf die Qualifikation hat, ist mehr als fraglich. Schon in Brisbane blieb er diese Woche der Qualifikation ohne Angabe von Gründen fern. Beim ersten Grand Slam des Jahres verzichtet der Rüpel aller Voraussicht nach ebenfalls darauf. «Ich hoffe, dass Bernie sich selbst im Hauptfeld der Australian Open sehen will. Aber er hat angedeutet, dass er wahrscheinlich nicht antreten wird», sagt Tiley.

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