14.01.2018 - 09:50

Federer: «Ein 36-Jähriger sollte nicht der Favorit sein»

Aus Melbourne für Teleclub/Bluewin: Jan Arnet
 

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Auch wenn er es nicht wirklich wahrhaben will, ist Roger Federer der grosse Favorit auf den Sieg am Australian Open. Der Maestro freut sich, als Titelverteidiger an den Start zu gehen und ist zuversichtlich, dass er in 14 Tagen seine 20. Grand-Slam-Trophäe in den Händen hält.



Buchmacher, Experten, Medien und Fans, alle erwarten den nächsten Coup des erfolgreichsten Tennis-Spielers aller Zeiten. Auch Federer selbst ist – ganz anders zum Vorjahr – extrem selbstbewusst: «Letztes Jahr sass ich hier und dachte nur: ‹Mal sehen, was passieren wird›. Jetzt hoffe ich, die ersten Matches gewinnen zu können und dann so richtig ins Rollen zu kommen».

Als den grossen Favoriten mag sich Roger dennoch nicht bezeichnen. «Vielleicht meinen die Leute, dass ich der Favorit bin. Aber es gibt noch einen Rafa mit seinem Jahr, das er hatte, und einen Novak, der hier schon sechsmal gewinnen konnte. Sie könnten genauso gut die Favoriten sein.»

Letztes Jahr sei es schön gewesen, dass keine Erwartungen da waren, nachdem die Leute all die Jahre so viel von ihm erwarteten – wie auch jetzt. Nach seinem Triumph im letzten Jahr und wegen seiner starken Form wird Federer nun wieder der Mann sein, den es zu schlagen gilt. Das weiss der Schweizer natürlich auch selbst, sagt aber: «Ich denke nicht, dass ein 36-Jähriger an einem Turnier der Favorit sein soll. Das sollte einfach nicht so sein. Deshalb sehe ich die Dinge etwas entspannter in dieser Phase meiner Karriere.»

Titelverteidigung gibt Selbstvertrauen

Dass Nadal ein leichteres Los erwischt habe als er, will Federer so nicht bestätigen. «Es gibt keine guten und schlechten Lose. Jeder, der hier ist, kann spielen.» Deshalb liegt der Fokus nicht auf möglichen Stolpersteinen, sondern auf seiner ersten Aufgabe am Dienstag, seinem Auftaktspiel gegen den Slowenen Aljaz Bedene (ATP 51), gegen den er noch nie gespielt hat.  

Speziellen Druck, weil er erstmals seit 2013 wieder als Titelverteidiger ein Major-Turnier bestreitet, verspürt der Schweizer nicht. Im Gegenteil. «Es ist ein schönes Gefühl, wenn ich weiss, dass ich gewinnen kann. Die Erinnerungen an letztes Jahr sind mit den ganzen Siegen verbunden. Das sind positive Emotionen, das ist immer gut. Deshalb komme ich eigentlich gerne als Titelverteidiger zurück.» Das Wichtigste sei für ihn, dass er fit ist und voller Elan antreten kann. «So gebe ich mir selbst die beste Chance, um wieder gewinnen zu können.»

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