«Lektionen mitgenommen» Wie Alcaraz rechtzeitig für Basel aus der Mini-Krise finden will

Von Martin Abgottspon

14.10.2023

Carlos Alcaraz musste jüngst einige Niederlagen wegstecken.
Carlos Alcaraz musste jüngst einige Niederlagen wegstecken.
Imago

Der spanische Überflieger und Weltnummer 2 Carlos Alcaraz zeigte zuletzt ungewohnte Schwächen. An den Swiss Indoors ist er trotzdem der absolute Top-Favorit. Zurecht?

Von Martin Abgottspon

14.10.2023

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der spanische Tennisprofi Carlos Alcaraz bleibt nach seiner Niederlage gegen Grigor Dimitrov bei den Shanghai Masters optimistisch.
  • Trotz seiner jüngsten Rückschläge ist Alcaraz von seiner Leistung überzeugt und plant, sich intensiv auf das nächste Turnier in Basel vorzubereiten.

Nach seinem Wimbledon-Sieg in diesem Jahr hatte man den Eindruck, nichts könne Carlos Alcaraz mehr aufhalten. Sein Auftritt gegen Novak Djokovic war eine Machtdemonstration, die man so im Tennis noch selten gesehen hat.

Doch dann folgte an den US Open der erste kleine Rückschlag, als er im Halbfinal gegen Daniil Medvedev in vier Sätzen den Kürzeren zog. Noch kein Grund zur Besorgnis. Doch nun hat der neue Stern am Tennishimmel zuletzt auch in Peking und Schanghai nicht restlos überzeugt. Schon im Achtelfinal gegen Grigor Dimitrov musste sich Alcaraz in Schanghai verabschieden. Eine Mini-Krise beim Spanier?

Voller Fokus auf Basel

Alcaraz gibt sich wie gewohnt optimistisch und gut gelaunt. Nach seiner jüngsten Niederlage meint er: «Ich sage immer, dass man aus Niederlagen mehr lernen kann als aus Siegen. Nach dieser Reise habe ich viele Lektionen mitgenommen, um mich zu verbessern.»

Er weiss, dass es viel braucht, um die besten Spieler der Welt regelmässig zu besiegen. Vieles spielt sich im Kopf ab. Körperliche Probleme hat Alcaraz nicht. Aus diesem Grund blickt er auch voller Vorfreude auf seinen nächsten Auftritt in Basel: «Auch wenn ich das Viertelfinale (in Shanghai) nicht erreicht habe oder im Halbfinale (in Peking) verloren habe, denke ich, dass ich grossartiges Tennis spiele. Daher werde ich vor dem Turnierstart in Basel zu 100 Prozent trainieren und versuchen, dort mein Bestes zu geben.»

Djokovic gehört nicht zu Alcaraz' Angstgegnern

Gelingt ihm das, ist er wohl nur schwer von seinem ersten Titelgewinn in der Joggeli-Halle abzuhalten. Zu den härtesten Widersachern gehören dann Holger Rune, Taylor Fritz und Casper Ruud. Diese zählt Alcaraz aber nicht zu seinen härtesten Konkurrenten, genauso wenig wie überraschenderweise Novak Djokovic. 

Wesentlich mehr Respekt hat der Spanier dafür vor Daniil Medvedev und Jannik Sinner. «Es ist beängstigend, ihnen gegenüberzutreten», sagte er kürzlich und hat sich mit seinem Coach Juan Carlos Ferrero auch gezielt auf mögliche Duelle mit diesen vorbereitet.

Vielleicht kam ihm das gegen Grigor Dimitrov dann auch nicht unbedingt entgegen. An dieser Stelle muss Alcaraz aber wohl einfach noch viele Erfahrungen sammeln. Insbesondere gegen Gegner, auf die er noch nie oder nur wenige Male traf. In Basel könnte das beispielsweise auch Dominic Stricker sein. Als Schweizer Tennisfan würde man dann wohl auf einen weiteren Aussetzer von Alcaraz hoffen.

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