Initiative abgebrochen

Zu wenige Basler wollen eine Roger-Federer-Arena

jar

31.5.2022

Roger Federer konnte das ATP-500-Turnier von Basel schon zehn Mal gewinnen.
Bild: Getty

Über die Umbenennung der Basler St. Jakobshalle in Roger-Federer-Arena gibt es keine Volksabstimmung. Die Initianten wollen die Hoffnung aber noch nicht begraben.

Im März 2019 lancierten eine Grossrätin aus Basel-Stadt und ein ehemaliger Baselbieter Landrat die Initiative «Roger-Federer-Arena jetzt!», welche 18 Monate später 3000 Unterschriften hätte haben müssen.

Am Montag gaben die Initianten aber den Abbruch der Unterschriftensammlung bekannt. Gemäss «Telebasel» fehlten 1800 Signaturen. Stattdessen wurden der Basler Staatskanzlei 3200 Unterschriften für eine Petition für eine Umbennung der Halle übergeben. Die Signaturen für Volksinitiative und Petition seien zusammengelegt worden, schreiben die Initianten in einer Pressemitteilung.

Man sei von der kritischen Haltung sowohl der politisch Verantwortlichen wie auch eines Teils der Bevölkerung überrascht gewesen. «Es gibt 7,7 Milliarden Menschen auf dieser Welt und die Stadt Basel hat einen der besten Sportler aller Zeiten und ein Teil der Bevölkerung steht diesem noch kritisch gegenüber», ist in der Mitteilung zu lesen. «Wahrscheinlich weiss nur die Stadt selber, weshalb sie ‹anders tickt›, statt stolz zu sein.»

Die Unterschriftensammlung verlief offenbar von Anfang an schweiriger als erwartet. Für Februar war eine grosse Sammelaktion geplant, welche jedoch wegen der Coronakrise nicht durchgeführt werden konnte.

 
«Roger Federer Arena» – wären Sie dafür gewesen?

Federer: «Wäre eine unglaubliche Ehre für mich»

Nach der Lancierung der Initiative hatte sich Federer selbst zum Vorhaben der Initianten geäussert und gesagt: «Ich würde mich riesig freuen. Es wäre eine absolute unglaubliche Ehre für mich. Ich sehe, was es Rod Laver oder Roy Emerson bedeutet, wenn du ein Stadion nach dir benannt haben kannst und das erlebst.»

Es sei nun an der Zeit, dem vielleicht besten Tennis-Spieler aller Zeiten zu danken, nachdem der 20-fache Grand-Slam-Sieger den Namen Basel jahrelang positiv in die Welt herausgetragen habe, meinen die Initianten. 

«Wenn wir uns schon nicht mehr am FCB freuen können, die Baselworld abgeschafft wurde, die Kunststadt Basel mit der ART auf dem Prüfstein steht, dann ist es doch Zeit, Lebensfreude und Lebenslust zu verbreiten und sich an dem zu freuen, was die Stadt Basel seit Jahrhunderten ausmacht: Persönlichkeiten, welche den Ruf der Stadt in die ganze Welt hinaus getragen haben und da gehört Roger Federer dazu.» In Biel, rund 90 Kilometer von Basel entfernt, gibt es seit 2016 schon eine Roger-Federer-Allee.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport