Zverev in der Krise: «Ich habe gerade keine Lust, Tennis zu spielen»

15.5.2019 - 17:14, dpa/jar

Alexander Zverev konnte in diesem Jahr noch keinen Titel gewinnen.
Bild: Keystone

Alexander Zverev steckt in einer Formkrise. In Rom muss die deutsche Weltnummer Fünf die nächste Enttäuschung wegstecken. Er begründet sein Tief mit fehlender Motivation und übt zudem Kritik am eigenen Team.

Deutschlands bester Tennis-Profi Alexander Zverev steckt keine zwei Wochen vor dem Beginn der French Open weiter in der Formkrise. Der 22-Jährige patzte beim ATP-Sandplatzturnier in Rom gleich zum Auftakt und verlor am Dienstag sein Zweitrunden-Duell mit dem Italiener Matteo Berrettini mit 5:7, 5:7.

Anschliessend sparte Zverev nicht mit Kritik an sich und seinem Team. «Wenn wir beim Masters sind, müssen wir professionell sein, ich, mein ganzes Team und alle anderen um mich herum. Und wir waren so weit entfernt davon diese Woche», haderte Zverev beim TV-Sender «Sky» und kündigte Konsequenzen an: «Ich möchte auch mit ein paar Leuten reden, dass es nächstes Mal nicht so passiert.»

Er hatte vor dem Spiel Sponsoren-Termine und habe persönliche Dinge erledigen müssen. «Ich bin auf den Platz gegangen und war komplett tot, vor dem Match schon», sagt Zverev. «So kannst du eigentlich nicht auf den Platz gehen.» Der Sieger der inoffiziellen Tennis-WM Ende 2018 in London wartet auch nach dem zehnten Turnier in diesem Jahr auf den ersten Triumph, von seinen letzten 15 Spielen hat er nur sechs gewinnen können.

Pause vor den French Open?

Im vergangenen Jahr hatte Zverev in Rom noch im Endspiel gestanden. Diesmal war die Fehlerquote gegen den 33. der Weltrangliste aus Italien einfach zu hoch. «Bei Wind bin ich einer der schlechtesten Spieler, die es unter den Top Ten je gab», sagte er. Enttäuscht und sauer über seine Niederlage wolle er nun einige Tage pausieren: «Ich habe gerade keine Lust, Tennis zu spielen.»

Am vergangenen Freitag war Zverev in Madrid als Titelverteidiger im Viertelfinale ausgeschieden und hatte auch dort nicht an seine starken Sandplatz-Auftritte von 2018 anknüpfen können. Dennoch gab er sich trotz seiner zuletzt enttäuschenden Ergebnisse kämpferisch: «Ich sehe, dass ich vielleicht auch die French Open gewinnen kann», meint der 22-Jährige trotzig. Das Erreichen des Viertelfinals in Paris vor einem Jahr ist bislang sein bestes Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier.

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