17.02.2017 - 16:43, sda

Schlussbilanz: 240'000 Liter Bier und 58'000 Würste

 

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Die Organisatoren des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests vom vergangenen Sommer in Estavayer ziehen eine positive Schlussbilanz. Sie können den rund 6000 Helferinnen und Helfer aus 240 Vereinen einen Lohn zahlen: zehn Franken pro Arbeitsstunde. Der Dank geht an die Schwing-Fans, sie konsumierten in rauen Mengen.

«Bosseur» prangte am «Eidgenössischen» auf den Leibchen der Helfer, auf Schweizerdeutsch heisst das soviel wie «Chrampfer». Und hart gearbeitet haben sie alle, die 6000 Männer und Frauen, die dafür sorgten, dass am 44. Schwing- und Älplerfest alles wie am Schnürchen klappte.

Rund 64'000 Arbeitsstunden leisteten die «Bosseurs». Die Schwingfestverantwortlichen hatten sich zum Ziel gesetzt, den Helferinnen und Helfern am Schluss auch einen Batzen auszahlen zu können.

«Wir haben schwarze Zahlen geschrieben», konnte Albert Bachmann, Präsident des Organisationskomitees (OK), vor den Medien in Granges-Paccot (Fribourg) bekannt geben. Statt der budgetierten acht Franken, können die Organisatoren jede geleistete Arbeitsstunde nun sogar mit zehn Franken belohnen.

Hosenlupf in der Hitze

Ende August 2016 besuchten rund 280'000 Besucherinnen und Besucher das «Eidgenössische» in Estavayer und frönten dem Schwingsport. Auf dem 90 Hektaren grossen Festgelände herrschte auch neben der grossen Arena Hochstimmung. Das Wetter war prächtig. Schwingerkönig wurde der Berner Oberländer Matthias Glarner.

Zu einer Schlussbilanz gehören natürlich auch immer Zahlen: Insgesamt verputzten die Festbesucher 2795 Kilo Brot und 58'000 Würste. Wegen der hochsommerlichen Hitze waren deftige Würste und Käsespeisen für einmal nicht sonderlich der Renner.

Hingegen machten die Temperaturen über 30 Grad Durst. Rund 240'000 Liter Bier und 200'000 Liter Mineralwasser rannen durch die ausgetrockneten Kehlen. Der hohe Mineralwasserkonsum ist für ein «Eidgenössisches» eher aussergewöhnlich. Normalerweise werde fast doppelt so viel Bier wie Wasser getrunken, sagte Festdirektorin Isabelle Emmenegger.

Auf dem schattenlosen Festgelände wurden die Besucher regelmässig über Lautsprecher aufgefordert, genügend Wasser zu trinken und sich vor der Sonne zu schützen.

2019 in Zug

Emmenegger betonte ausserdem, dass das Fest auch die gesteckten Ziele im Bereich Nachhaltigkeit erfüllt habe. Insgesamt legten die Festbesucher im Durchschnitt 145 Kilometer für die An- und Rückreise zurück.

Mehr Leute als erwartet nutzten den öffentlichen Verkehr. Auch per Auto reisten mehr Leute an als gedacht. Weniger beliebt waren hingegen die Autobusse.

Emmenegger und Bachmann gaben am Freitag die letzte Pressekonferenz zum «Eidgenössischen». Das Festkomitee wird weitgehend aufgelöst und auf Ende März geht auch die Geschäftsstelle zu.

Das nächste Eidgenössische Schwing- und Älplerfest findet 2019 in Zug statt.

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