Dänemark ist zum vierten Mal in Folge Handball-Weltmeister. Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen gewinnt den Final gegen Kroatien 32:26.
Für den Schweizer Nationaltrainer Andy Schmid gibt es die Weltspitze und Dänemark, «die eine Stufe darüber sind». Das unterstrichen die Skandinavier auch an der zu Ende gegangenen WM eindrücklich. Keiner der zehn Gegner hatte nur den Hauch einer Chance gegen den Olympiasieger, neben den Kroaten im Final gelang es einzig den Tschechen beim 22:28, mit weniger als zehn Toren Unterschied zu verlieren. Die letzte Niederlage der Dänen an einer WM datiert vom 22. Januar 2017, als sie im Achtelfinal Ungarn 25:27 unterlagen. Seither gab es 36 Siege und ein Unentschieden (2021 gegen Kroatien).
Die Dänen definieren Tempo-Handball neu und überrollen ihre Gegner richtiggehend. Zudem verfügen sie über eine enorme individuelle Klasse, angeführt von Welthandballer Mathias Gidsel, der im Final mit zehn Toren bei nur einem Fehlwurf brillierte. Insgesamt gelangen dem 25-Jährigen 74 Treffer, womit er der Topskorer des Turniers ist. Hinten stellen die Dänen mit Emil Nielsen, den aktuell wohl besten Goalie der Welt. Der 1,95 m grosse 27-Jährige ist zwar etwas pummelig, verfügt aber über enorme Reflexe.