Im Alter von 40 Jahren kommt Daniel Hubmann doch noch zur Premiere an Heim-Weltmeisterschafen. In Flims Laax startet der Thurgauer, der 28 WM-Medaillen gewann, zum 18. Mal an globalen Titelkämpfen.
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- Am Donnerstag startet in Flims Laax die WM im Orientierungslauf. Mit dabei: Daniel Hubmann.
- Für den 40-jährigen Routinier ist es die erste OL-WM auf heimischen Boden. Die Austragungen in Rapperswil-Jona (2003) und Lausanne (2012) verpasste er beide.
- Vor dem Showdown meint Hubmann: «Ich setze mich für Flims Laax nicht speziell unter Druck.»
Flims Laax 2023 ist der Hauptgrund, weshalb Daniel Hubmann seine Karriere verlängert hat. «Aber nicht der einzige Grund», wie der in Bremgarten bei Bern sesshaft gewordene Spitzensportler betont. «Auch sonst hat es gepasst und ich hatte ja jedes Jahr Erfolge.» So gewann er im vergangenen Jahr beispielsweise mit der EM-Staffel Bronze.
Die Staffel vom Sonntag bietet dem erfolgreichsten Schweizer OL-Läufer die wohl beste und letzte Chance, um die ersehnte Medaille auf Schweizer Boden doch noch zu gewinnen und Verpasstes nachzuholen. Denn Hubmann zählt seit 20 Jahren zur Weltspitze, aber ausgerechnet bei der Austragungen in Rapperswil-Jona 2003 und Lausanne 2012 musste er zuschauen. Für Rapperswil-Jona wurde Hubmann nicht nominiert, Lausanne verpasste er aufgrund eines Risses der Achillessehne.
Kein Druck, er nimmt was kommt
Die Einschätzung, dass er nun in Flims Laax noch eine Rechnung in Sachen Heim-WM zu begleichen habe, teilt er nicht: «Über die gesamte Karriere habe ich alles erreicht, was ich erreichen wollte, unabhängig davon, was noch kommt. Ich setze mich für Flims Laax nicht speziell unter Druck.»
Sein Fokus gilt der Staffel am Sonntag, für die er zusammen mit Bruder Martin und dem Team-Leader Matthias Kyburz nominiert ist. «Auf dieses Rennen freue ich mich ganz besonders», sagt der ältere der Hubmann-Brüder. Zwar hat er sich bezüglich Rücktritt noch nicht festgelegt, aber es gäbe keinen besseren Abschied als nach einem Rennen oder allenfalls einer Saison mit einer WM-Medaille auf Schweizer Boden. «Es ist ja nicht so, dass ich nach der WM plötzlich keine Lust mehr auf OL habe», hält er dagegen. Seine Gedanken seien jetzt nicht beim Rücktritt.
40 Jahre alt und noch fit
Dass Daniel Hubmann mit 40 Jahren noch fit ist, wird er am Donnerstag über die Langdistanz beweisen. «Abgesehen vom Achillessehnenriss hatte ich Glück mit der Gesundheit,» nennt er eine Zutat für sein Erfolgsrezept und fügt an: «Ich war zwar immer Profi, aber nie verbissen. Ich bin nicht von Trainingslager zu Trainingslager gerannt. Ich hatte auch Phasen, in denen ich abschaltete. Deshalb bin ich nicht ausgebrannt und habe weiterhin Spass am OL.»
Positiven Einfluss auf die erfolgreiche Karriere hatte auch Simone Niggli. Sie führte vor 20 Jahren in der Schweiz das Profitum im OL-Sport ein. «Ich musste meinen Sponsoren nicht mehr erklären, was ich mache», sagt Hubmann. «Aber das Profitum ist eher schwieriger geworden. Die Sponsorengelder sitzen im OL nicht mehr so locker.»