Darts-Profi James Hurrell gelingt an der WM in London ein Exploit: Der Brite steht unter den letzten 16. Zuvor verrät er, dass er dem Tod einst nur dank ärztlicher Hilfe entkam. Es folgt eine eindringliche Botschaft an seine männlichen Fans.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Darts-Profi James Hurrell berichtet an der Weltmeisterschaft in London von einer Erkrankung im Jahr 2017, die ihn beinahe das Leben kostete.
- Der 41-Jährige spricht seinen männlichen Fans im Rahmen der Darts-WM ins Gewissen und rät bei Beschwerden eindringlich: «Geht zum Arzt!»
- Eine Notoperation rettete Hurrell nach einem drohenden Darmverschluss das Leben.
Am Samstagabend gelingt James Hurrell in der 3. Runde der Darts-WM in London eine Überraschung: Der 41-Jährige schlägt den Weltranglisten-Vierten Stephen Bunting 4:3 und steht unter den letzten 16 des Turniers.
Um ein Haar wäre es aber nie dazu gekommen, wie der Brite bereits vor seinem grossen Erfolg gegenüber Medien verrät. Denn vor acht Jahren erkrankte er schwer und blieb nur dank einer Operation am Leben.
Er habe damals Verdauungsprobleme gehabt, aber keinen Arzt aufsuchen wollen, so Hurrell: «Ich bin nicht zum Arzt gegangen. Das ist eine Männersache. Ich bin 2017 fast gestorben.»
Notoperation rettete ihm das Leben
Hurrell erklärt: «Ich bin zu Turnieren gefahren und kam mit Schmerzen zurück. Einmal bin ich mitten in der Nacht aufgewacht und habe mich im Spülbecken der Küche übergeben. Da war Blut.» Das sei der Punkt gewesen, an dem er dann schliesslich doch ärztliche Hilfe aufsuchte.
Es folgte die Schock-Diagnose: Ein drohender Darmverschluss, der ohne sofortige Operation tödlich hätte enden können. «Ich wäre fast gestorben», ergänzt Hurrell, der daraufhin zweieinhalb Jahre lang nicht in der Lage gewesen sei, Darts zu spielen und stark an Gewicht verlor.
Ein Grund, weshalb er den Weg zurück auf die grosse Bühne aber wieder fand, sei sein Vater gewesen. Vor der Operation habe ihm dieser einen wichtigen Motivationsschub gegeben. «Mein Vater sprach mit mir über meine Ziele, wenn ich wieder gesund wäre», erzählt Hurrell. Dieses Gespräch sei danach sein Antrieb gewesen.
Appell an Männer im Publikum
Im Rahmen der Weltmeisterschaft spricht «Hillbilly» Hurrell seinen männlichen Fans eindringlich ins Gewissen und betont, wie wichtig ärztliche Vorsorge ist – gerade für Männer, die häufig aus Scham oder Nachlässigkeit nicht zum Arzt gehen: «Meine Botschaft an jeden mit gesundheitlichen Problemen ist: Geht zum Arzt!»
Auch die Darts-Organisation PDC greift dieses Thema auf und rät den Zuschauern im Alexandra Palace in London, ihr Risiko für Prostatakrebs überprüfen zu lassen. Hurrell sagt weiter: «Habt keine Angst. Ich hatte Angst, aber ich bin am Ende doch gegangen – und es war gerade noch rechtzeitig.»