Sie kicken, sie fahren Ski oder glänzen auf dem Tennis-Court. blue Sport nennt ihnen fünf Sportlerinnen und Sportler, die 2026 noch besser werden, als sie es jetzt schon sind.
Lennart Karl – So gut wie Messi?
Olaf Thon, Weltmeister von 1990, verglich ihn bereits mit Lionel Messi – und holte sich gleich einen Rüffel von Bayern-Patron Uli Hoeness ab. «Früher musste ich ein Jahr gut spielen, bis sich der Bundestrainer bei mir gemeldet hat.» Und doch: Lennart Karl, 17-jähriger Hochbegabter des FC Bayern, bringt alles mit, um 2026 auch das Interesse von Julian Nagelsmann auf sich zu ziehen. Ein Platz im WM-Kader? Gut möglich.
Karl glänzt schon jetzt: mit Dribblings, Spielwitz, herausragender Technik, mit links und rechts, und einem schnörkellosen Abschluss. Kürzlich brach er in der Champions League einen Rekord: Karl wurde zum jüngsten Spieler, dem drei Tore auf höchster europäischer Stufe gelungen sind. Und selbst Hoeness, der dazu neigt, seine Spieler nicht abheben zu lassen, sagt: «Wenn Lennart gespielt hat, war er sensationell.»
Alessandro Vogt – Der neue Frei?
Mit einer Flut an fähigen Mittelstürmern ist die Schweiz nicht gesegnet. Bei aller sportlicher Konstanz der Nati: Die Zeiten der Chapuisats, Türkyilmaz’, Knups oder Freis sind vorerst vorbei. Breel Embolo ist da die Ausnahme.
Umso erfreulicher erhielt Ende Juli 2025 ein 1,88 Meter grosser Aargauer einen Profivertrag; gerade mal 20 Jahre ist er alt. Alessandro Vogt, Mittelstürmer des FC St. Gallen, begeistert seither die Liga. Schon nach 14 Spielen hatte Vogt acht Super-League-Tore im Palmarès.
Rekordtorschütze Alex Frei sagt: «Es macht Spass, ihm zuzuschauen. Er hat sehr interessante Anlagen. Ich bin froh, wieder mal einen Schweizer Stürmer zu haben, der das Tor trifft.» Wir erlauben uns die These: Wenn er gesund bleibt, wird er das 2026 noch häufiger tun.
Franjo von Allmen – (Noch) im Schatten Odermatts
Natürlich steht er im Schatten von Marco Odermatt. Doch wer tat das im alpinen Skisport in den letzten Jahren nicht? Franjo von Allmen hat trotzdem bereits erreicht, wovon andere träumen, und das mit 24 Jahren: Abfahrtsweltmeister ist er seit seinem Triumph in Saalbach schon. Und auch die Lauberhornabfahrt entschied er Anfang 2025 für sich – ein Erfolg, den der grosse Didier Cuche in seiner Karriere nie errang.
Von Allmen galt früh als mutig, als draufgängerisch, aber ebenso als nicht allzu stabil. Vor der Saison aber sagte der Schweizer Speedtrainer Reto Nydegger zum «Blick»: «Wir sind mit Franjo viel weiter als vor einem Jahr.» Es tönt wie eine Warnung an die Skiwelt.
Victoria Mboko – Die Senkrechtstarterin
Im August war es, als die Tenniswelt über eine knapp 19-jährige Kanadierin staunte. Dank einer Wildcard durfte sie beim WTA-Turnier in Montréal starten – und vor heimischem Publikum schwang sich Victoria Mboko zur umjubelten Siegerin auf. Coco Gauff, Elena Rybakina und Sofia Kenin mussten ihr auf dem Weg in den Final den Vortritt lassen. Und dort schlug Mboko Naomi Osaka in drei Sätzen.
«Es war surreal, aber ich wusste, dass ich es schaffen kann», sagte sie danach. Mboko schaffte nach einer Schwächephase zuletzt wieder den Sprung in die Top 20. Der Beweis: Mit ihr ist 2026 zu rechnen.
Karl Etta Eyong – Der Lewandowski-Verdränger?
Robert Lewandowski mag auch schon 37 Jahre alt sein – einfach so verdrängen lässt sich der Pole nicht. Zu stolz, zu ehrgeizig, zu gut ist der Mann, der einst Gerd Müllers Bundesliga-Rekord mit 41 Toren brach, noch immer. Es scheint jedoch, als könnte Karl Etta Eyong, ein 22-jähriger Kameruner, die Lewandowski-Dämmerung einläuten.
Etta Eyong stürmt derzeit noch für den kleinen UD Levante – für den aber skort er permanent. Alleine in den ersten acht Spielen war er an acht Toren von Levante beteiligt. Nun werden Gerüchte immer lauter, die besagen, dass Etta Eyong Lewandowski zur neuen Saison im Barça-Sturm verdrängen werde. Wir sind gespannt.