Missgeschick beim «Hütchenlauf» – Kambundji verpasst Hallensaison

sfy, sda

3.12.2020 - 13:32

Für Mujinga Kambundji ist in nächster Zeit alternatives Trainingsprogramm angesagt
Für Mujinga Kambundji ist in nächster Zeit alternatives Trainingsprogramm angesagt.
Bild: Keystone

Die Sprinterin Mujinga Kambundji wird die geplante Hallensaison verpassen. Die 28-jährige Bernerin erleidet im Training nach einem Misstritt eine Mittelfussfraktur.

Das Missgeschick passierte im Zürcher Letzigrund während eines an sich harmlosen «Hütchenlaufs». Kambundji trat bei hoher Schrittfrequenz auf eine Pylone und knickte mit dem rechten Fuss um. Immerhin muss sie sich keiner Operation unterziehen. Bei normalem Heilungsverlauf wird es allerdings sechs bis acht Wochen dauern, bis die letztjährige WM-Dritte über 200 m ihren Fuss wieder voll belasten kann. Bis dahin ist alternatives Training angesagt.

2020 ist für Kambundji aus sportlicher Sicht ohnehin ein Jahr zum Vergessen. Sie bestritt lediglich sechs Rennen, die Schweizer Meisterschaften in Basel verpasste sie wegen muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel. Die Olympischen Spiele in Tokio sowie die Europameisterschaften in Paris fielen der Coronavirus-Pandemie zum Opfer.

Mitte Oktober stieg Kambundji frisch motiviert wieder ins Training ein, das sie seit diesem Herbst zwei Mal pro Woche bei Sprint-Nationaltrainer Patrick Saile in Zürich absolviert(e). Nun zerschlugen sich die Hoffnungen auf eine komplette Indoor-Saison – 2018 hatte sie an der Hallen-WM in Birmingham über 60 m Bronze gewonnen.

«Die Olympischen Spiele in Tokio bleiben das grosse Ziel. Trotz des erneuten Rückschlags gibt es für mich keinen Grund, nächsten Sommer nicht schneller zu sein als je zuvor», gibt sich die Schweizer Sportlerin des vergangenen Jahres positiv. «Wer weiss, vielleicht musste das alles in diesem verrückten Jahr passieren, um nächstes Jahr noch stärker zurückzukommen.»

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