Machtdemonstration von Tadej Pogacar mit Sieg auf der Königsetappe

dpa/sda

14.7.2021 - 17:30

Slovenia's Tadej Pogacar, wearing the overall leader's yellow jersey, celebrates as he crosses the finish line to win the seventeenth stage of the Tour de France cycling race over 178.4 kilometers (110.9 miles) with start in Muret and finish in Saint-Lary-Soulan Col du Portet, France, Wednesday, July 14, 2021. (AP Photo/Christophe Ena)
Der Slowene Tadej Pogacar spielt an der Tour de France mit seinen Gegnern.
Bild: Keystone

Leader Tadej Pogacar gewinnt die 17. Etappe der Tour de France und baut seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Am Slowenen kommt dieses Jahr keiner vorbei.

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14.7.2021 - 17:30

Dominator Tadej Pogacar hat bei der Tour de France ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt und im dichten Nebel des 2215 Meter hohen Col du Portet seine Gesamtführung zementiert. Zwar dominierte der 22 Jahre alte Slowene am Donnerstag auf der Königsetappe in den Pyrenäen nicht so sehr wie in den Alpen, jedoch reichte es nach 178,4 Kilometern von Muret zum Col du Portet in Saint-Lary-Soulan für seinen zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Tour.

Der Däne Jonas Vingegaard und Richard Carapaz aus Ecuador hielten lange mit, mussten sich dem dauerangriffslustigen Gelb-Träger Pogacar am Ende als Zweiter und Dritter geschlagen geben.

Fast schon erschreckende Dominanz

Die Dominanz, mit der der Titelverteidiger die 108. Ausgabe des grössten Radrennens der Welt prägt, erinnert ein wenig an den Amerikaner Lance Armstrong in den frühen 2000er-Jahren. Pogacar kontrolliert jede Bergetappe und fuhr sich peu à peu einen riesigen Vorsprung heraus, der nun klar über fünf Minuten beträgt und auf den verbleibenden vier Etappen nach realistischem Ermessen kaum noch aufzuholen ist.

Für Vingegaard und Carapaz war der Tag auch ohne Etappensieg ein Erfolg, denn sie enteilten bei Teil eins des Bergankunft-Doppelpacks der Konkurrenz um Rigoberto Uran (Kolumbien) und Wilco Kelderman (Niederlande).

Auf die Königsetappe folgt für das Peloton keine Chance zur Erholung, sondern die nächste Jagd durchs Hochgebirge. Die mit 129,7 Kilometern zwar kurze, aber extrem anspruchsvolle Etappe führt am Donnerstag von Pau nach Luz Ardiden. Zu überwinden hat das Feld um den ungefährdeten Pogacar dann auch den 2115 Meter hohen Col du Tourmalet. Für Uran und Co. ist es vor dem Zeitfahren am Samstag und zwei Sprintetappen am Freitag und Sonntag die letzte verbleibende Chance, Zeit gutzumachen.

Niederlage für Frankreich am Nationalfeiertag

Zu den Verlierern des Tages zählten die Gastgeber aus Frankreich, die sich am Nationalfeiertag besonders nach dem zweiten Tagessieg der diesjährigen Tour sehnten. Anthony Perez und drei Landsleute gingen in eine Fluchtgruppe, doch der Vorsprung von acht Minuten genügte angesichts des extrem schweren Endspurts nicht.

Die Grande Nation muss damit seit 2017 auf einen Tagessieg am 14. Juli warten. Wie für Frankreichs Pedaleure lief der Tag auch für den Niederländer Steven Kruijswijk durchwachsen. Der frühere Dritte der Tour aus den Niederlanden musste wegen Krankheit vorzeitig aufgeben. Für das Jumbo-Visma-Team war es nach Kapitän Primoz Roglic, dem Deutschen Tony Martin und Robert Gesink aus den Niederlanden der vierte vorzeitige Ausfall.

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