An der Freestyle-WM in St. Moritz präsentieren sich die Schweizer*innen von ihrer goldenen Seite.
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Herbe Enttäuschung für Ragettli
Das ist bitter: Die Freestyler Andri Ragettli und Fabian Bösch gingen bei der Heim-WM im Slopestyle leer aus. Ragettli, nach dem 1. Lauf noch auf Platz 1, fällt auf den 4. Rang zurück.
Dem Norweger Birk Ruud gelang derweil die erfolgreiche Titelverteidigung.
Nach dem ersten Run hatte es für die Schweizer Delegationen noch sehr vorteilhaft ausgesehen: Ragettli lag nach einem starken Lauf in Führung (83,79), Bösch war Dritter (78,54). Während die Schweizer stagnierten, drehten die Konkurrenten auf. Der Flimser wurde noch auf Platz 4 verdrängt, der Obwaldner gar in den 9. Rang durchgereicht.
Andri Ragettli verpasst das Podest an der Heim-WM knapp. Keystone -
Mathilde Gremaud gewinnt Gold
Mathilde Gremaud holt einen weiteren Titel. Die Ski-Freestylerin wird an der Heim-WM im Engadin Weltmeisterin im Slopestyle. Es ist dies bereits das dritte Schweizer Gold am Super Friday.
Die Freiburgerin brachte schon ihren ersten Run nahezu perfekt ins Ziel. Das Skore von 85,65 Punkten wurde nicht mehr erreicht. Im zweiten Lauf versuchte es die Schweizerin mit einem noch höheren Schwierigkeitsgrad, kam aber nicht ohne Sturz durch.
Auf Mathilde Gremaud ist beim Grossanlass Verlass. Die 25-Jährige holte im Slopestyle schon Olympia-Gold (2022) und -Silber (2018). Zudem verteidigte sie nun am Corvatsch ihren WM-Titel aus dem Jahr 2023 erfolgreich.
Im Engadin hatte die Romande scheinbar leichtes Spiel und liess sich dadurch nicht nervös machen. Mit Eileen Gu fehlte nicht nur die grosse Figur der Szene. Auch die Französin Tess Ledeux, Slopestyle-Weltmeisterin von 2017 und zweifache Weltmeisterin im Big Air (2019, 2023) und Kelly Sildaru, die Olympiadritte von 2022, verpassen die Titelkämpfe verletzungsbedingt.
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Auch Regez holt Gold
Auch Ryan Regez kann jubeln. Der Schweizer Skicrosser gewinnt einen verrückten Männer-Final. Direkt nach dem Start scheidet der Japaner Sugai aus, nachdem er den Anschluss verliert. An der Spitze entwickelt sich ein enger Zweikampf zwischen Regez und dem Franzosen Duplessis-Kergomard.
Dann kommt es zu einer entscheidenden Szene: Duplessis-Kergomard fährt aggressiv auf den Deutschen Müller auf, der daraufhin von der Strecke fliegt und aus dem Rennen ausscheidet. Somit sind nur noch Regez und der Franzose im Rennen – doch die Jury entscheidet, sich die Szene nochmals genau anzusehen.
Nach Auswertung der Bilder kommt das Gremium zum Schluss: Unsportliches Verhalten des Franzosen – Disqualifikation!
Davon profitiert überraschend Sugai: Trotz Ausfall direkt nach dem Start rückt er aufgrund der Entscheidung der Jury auf Rang drei vor und holt sich damit die Bronzemedaille.
Regez bleibt indes cool und sichert sich den Sieg.
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Fanny Smith krönt sich zur Weltmeisterin
Die Schweiz holt an der Heim-WM in St. Moritz die ersten Medaillen – und sie sind golden. Fanny Smith gewinnt beim Skicross der Frauen. Im entscheidenden Lauf setzt sich die Schweizerin dank eines schnellen Starts zunächst vom Feld ab.
Im weiteren Rennverlauf kam nochmals Spannung auf: Alle Fahrerinnen hatten mit der Strecke zu kämpfen, das Feld rückte wieder enger zusammen. Doch Smith behielt die Nerven, verteidigte die Spitze mit Routine und sicherte sich am Ende verdient die Goldmedaille – zwölf Jahre nach ihrem ersten WM-Titel im Jahr 2013.
Hinter ihr holte sich die Kanadierin Courtney Hoffos die Silbermedaille, während Daniela Maier aus Deutschland Bronze gewann.