Meteorologen warnen vor Schäden Sturm, Regen, Hagel – jetzt rollt eine Gewitterfront über die Schweiz

Britta Gfeller

2.6.2026

Am Dienstagnachmittag erreicht eine Gewitterfront zuerst die Romandie, dann die Deutschschweiz. Grund zur Panik gebe es nicht, sagt ein Meteorologe. Doch Potenzial für zerstörerische Winde besteht.

Britta Gfeller

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  • Eine Gewitterfront zieht am Dienstag von Frankreich über die Schweiz und bringt kräftigen Regen, Hagel und stürmische Böen.
  • Meteorologen warnen vor einer «Böenwalze»: Der Wind kann innert Sekunden auf bis zu 100 km/h zunehmen.
  • Nach den Unwettern wird es wechselhaft – die Niederschläge sind nach dem aussergewöhnlich trockenen Frühling jedoch willkommen.

Im Tessin regnet und gewittert es schon, in der nördlichen Schweiz kommt das Schlimmste noch: Am Dienstagnachmittag trifft eine Gewitterlinie mit Kaltfront von Frankreich her auf die Schweiz.

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In der Romandie sind die Auswirkungen ab dem frühen Nachmittag zu spüren, in der Bodenseeregion wohl gegen Abend. Gewitter, kräftiger Regen und lokal auch Hagel sind zu erwarten. «Zudem ist mit einer sogenannten Böenwalze zu rechnen, die starke bis stürmische Winde mit sich bringen kann», sagt Klaus Marquardt von Meteo News. Wie stark die Böen genau sein werden, sei schwierig einzuschätzen. Er geht von Geschwindigkeiten von 60 bis 100 Kilometern pro Stunde aus.

Winde könnten Zerstörung anrichten

Das Tückische an einer solchen Böenwalze: Der Wind kann innert kürzester Zeit stark zulegen. Was eben noch ein laues Lüftchen war, kann sich innerhalb weniger Sekunden zu stürmischen Böen entwickeln. Der Wetterexperte rät, lose Gegenstände wie Sonnenschirme auf dem Balkon zu sichern und sich nicht in Booten auf Gewässern aufzuhalten. «Grund zur Panik gibt es nicht, aber das Potenzial für Winde, die Zerstörung anrichten können, ist vorhanden», sagt der Meteorologe.

Da die Flüsse und Seen momentan aufgrund des warmen und trockenen Frühlings sehr niedrige Wasserstände haben, bestehe hingegen kaum Gefahr für flächendeckende Überschwemmungen. Nicht auszuschliessen sei aber, dass lokal Bergbäche über die Ufer treten.

Niederschläge sind willkommen

Die stärksten Gewitter und Windböen ziehen vermutlich bis zu Beginn der Nacht auf Mittwoch vorüber. Danach wird es wechselhaft – Regen und Sonnenschein wechseln sich ab, die Temperatur wird voraussichtlich um 22 bis 23 Grad betragen. Da sich gerade viele Wetterphänomene gegenseitig beeinflussen, sei eine genaue Prognose für die nächsten Tage schwierig, sagt Klaus Marquardt.

Fest steht aber: Das wechselhafte Wetter ist typisch für den Frühsommer. «Die letzten zehn Tage im Mai hingegen gehörten zu den wärmsten, die im Mai je gemessen wurden», sagt Marquardt. Nach dem trockenen Frühling seien diese Niederschläge also für die Natur sehr willkommen.